Datum: 13.06.2018
Tags: #mseuropa
Caviar House Prunier in Frankreich
Caviar House Prunier in Frankreich
Caviar House Prunier in Frankreich
Caviar House Prunier in Frankreich

Das schwarze Gold Frankreichs: mit MS EUROPA zur Maison Caviar House & Prunier. Ein wundervoll am Ufer des Flüsschens Isle gelegenes Grundstück – mit hohen Eichen und kupierten Buchsbäumchen. Eine Villa mit rotem Dach und normannischen Schornsteinen. Ein stilvolles Wohnzimmer, alte Dachbalken und breite Holzdielen kontrastieren mit modernen Möbeln. Im wuchtigen Kamin knistert ein Feuer. Auf einem Holztisch stehen Schalen mit französischem Weißbrot und Creme Fraiche. Und diverse Dosen Kaviar. Das Paradies? Gastgeber Frank Brömmelhaus reicht jedem Besucher ein Glas Champagner. „Ich möchte Sie noch einmal herzlich begrüßen in der Prunier Manufacture. Ich denke, nachdem wir uns den gesamten Herstellungsprozess angesehen haben, ist es nun an der Zeit, zu probieren…“

 

Eine Fahrt in eine Welt des Genusses: Fast jedes Ortsschild eine Verheißung…

 

Das Anwesen liegt rund eine Autostunde entfernt von Bordeaux. Die EUROPA hat mitten in der Stadt fest gemacht, und ein fein ausgestatteter Reisebus holte die kleine Gruppe nach dem Frühstück ab. Schon die Fahrt durch diese Kulturlandschaft der Dordogne macht klar, dass man in einer Welt des Genusses angekommen ist, fast jedes Ortsschild eine Verheißung: Margaux, Saint Émilion, Pomerol, Périgueux, Bergerac. Angekommen in Montpon-Ménestérol hält der Wagen in einem Waldstück am Ortsrand. Hier werden die Störe gefarmed und der Rogen verarbeitet. Bevor die EUROPA-Gäste die Produktionsstätte betreten dürfen, gilt es Schutzkleidung anzulegen – weiße Kittel, Überschuhe, Haarhaube, Mundschutz…


Caviar House Prunier in Frankreich
Caviar House Prunier in Frankreich
Caviar House Prunier in Frankreich
Caviar House Prunier in Frankreich

Caviar House Prunier in Frankreich


Es gibt zwei Bereiche: Die Becken mit den Stören. Und die Manufaktur. Letztere ist sehr clean, die kühle Luft riecht rein, überhaupt nicht fischig. Hier wird der Rogen dem Stör entnommen und verarbeitet: Zuerst wiegt man die Ernte, trägt Menge und Qualität in eine Liste ein. Dann werden die schwarzen Perlen in einem Sieb gesäubert. Der Kaviar tropft ab und kommt in eine Edelstahlschüssel, in der ihn die Prunier-Mitarbeiter mit einer alt-überlieferten, selbstverständlich geheimen Steinsalz-Borax-Mixtur würzen. Noch einmal entwässern.

Kaum 20 Minuten nach der Entnahme ist der Kaviar abgefüllt. Dafür stehen die typisch-blauen Dosen bereit. Die Mitarbeiter füllen, klopfen, streichen ab und setzen die Stülpdeckel auf die Dosen. Nach einem weiteren Tag wird diese mit dem typischen Gummiband verschlossen. Dann beginnt jener Prozess, der die Basis aller Qualität ist – kontrollieren, pflegen, warten, Zeit lassen. Nach etwa 14 Tagen beginnt die Maturation, nach circa acht Wochen hat der Kaviar seine Reife erreicht und kann bis zu einem Jahr weiter reifen.

 

Erst hier erfährt man, wie viel Aufwand in der Produktion dieser Spezialität steckt

 

Der Stör ist eine Art Ur-Fisch. Bis zu drei Meter lang können die Tiere werden, der Prunier-Stör misst etwa 1,50 Meter. Erst nach acht Jahren erreicht er die Geschlechtsreife. Auf dem Grundstück hinter der Villa farmed man die Knochenfische in rund einem Dutzend großer Steinbecken. Alle sind mit der Isle verbunden, so dass das Wasser ständig frisch ist. Rund 140.000 Störe in verschiedener Größe, unterschiedlich alt, leben hier. Sie werden gehegt und gepflegt – bis man im Frühjahr oder Herbst erntet. Das geschmackvolle Fleisch findet man auf der Speisekarte vieler Restaurants, die Haut in immer mehr Ledergeschäften, den Rogen in den Top-Restaurants der Welt. Und natürlich an Bord der EUROPA.

Der so aufwändig erzeugte Kaviar kann in der Qualität mit dem nicht mehr verfügbaren wilden Kaviar längst mithalten. Jetzt öffnet Frank Brömmelhaus, Deutschland-Chef von Caviar House & Prunier einige Dosen. Prunier Tradition, Prunier Paris und Prunier St. James heißen die verschiedenen Sorten, die die Gäste heute verkosten. Recht unterschiedlich ist das Geschmackserlebnis, mal salzig-feinperlig, mal rassig-gehaltvoll. Und nun, da man weiß, wo das Produkt her kommt – und wie viel Aufwand in seiner Erstellung steckt, lässt man jede der Perlen noch viel andächtiger auf der Zunge zergehen.


Caviar House Prunier in Frankreich
Caviar House Prunier in Frankreich
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Text: Dirk Lehmann, Fotos: Susanne Baade, Archiv

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