ART2SEA. Eine Reise in die Welt der Kunst mit unserer EUROPA 2

Inspirierende Vorträge, lebhafte Talkrunden und exklusive Landausflüge zu Museen und Privatsammlungen – das ist ART2SEA. Erneut bricht unsere EUROPA 2 auf zu einer Reise in die Welt der Kunst. In Kooperation mit dem Magazin WELTKUNST begrüßen wir an Bord Künstler, Kunsthändler und Galeristen. In diesem Beitrag stellen wir die Teilnehmer vor.

Datum: 03.08.2022
Tags: #mseuropa2 #europa #art2sea

Mehr als 900 Kunstwerke zieren die Decks, Suiten und öffentlichen Bereiche unserer EUROPA 2. Arbeiten von Julie Cockburn und Damien Hirst, von Jeppe Hein und Gerhard Richter, von Ingrid von Kruse, Olafur Eliasson und vielen mehr. Und so war es nahezu folgerichtig, dass die Kunst zum Thema einer eigenen Reise werden müsste. Seit 2016 bieten wir ein entsprechendes Format an: ART2SEA. In Kooperation mit dem Magazin WELTKUNST diskutiert Chefredakteurin Dr. Lisa Zeitz mit Künstlern, Galeristen und Sammlern.

Wenn unsere EUROPA 2 aufbricht zu ihrer aktuellen Kunstreise von Civitavecchia nach Palma de Mallorca, begrüßen wir an Bord den Galeristen Johann König, den Kunsthändler Thole Rotermund, den Künstler Christoph Niemann, sowie die Galeristin Carola Persiehl. Sie werden Vorträge halten, in Talkrunden debattieren und Einblicke hinter die Kulissen der internationalen Kunstszene vermitteln. Ein Highlight sind die Landausflüge zu Sammlungen und Ateliers entlang der Route, etwa zur Venet Foundation in Le Muy, zu Hauser & Wirth auf Menorca oder zur Kunstgalerie CCA Andratx auf Mallorca.

Die Expertinnen und Experten dieser Reise:

Dr. Lisa Zeitz ist Chefredakteurin von WELTKUNST, KUNST UND AUKTIONEN und seit Anfang an Gastgeberin der EUROPA 2-Kunstreise ART2SEA. Nach ihrer Promotion über Tizian, arbeitete sie in New York bei der AXA ART Insurance und war Kunstmarktkorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In ihren Büchern „Napoleons Medaillen“ und „Der Mann mit den Masken“ stehen charismatische Sammler im Fokus. Lisa Zeitz lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Berlin.

Liebe Lisa Zeitz, endlich wieder ART2SEA! Seit 2016 sind Sie die Gastgeberin dieses Formats und führen an Bord durch die Podiumsdiskussionen und die Gespräche mit den eingeladenen Künstlern, Galeristen und Sammlern. Unter welchem Leitmotiv steht die Reise im Jahr 2022?

Lisa Zeitz: Ich freue mich sehr, wieder dabei zu sein! Der Mittelmeerraum hat schon seit Jahrtausenden großartige Kunst und erstaunliche Sammlungen hervorgebracht. Wir werden bei unseren Besuchen verschiedener Privatsammlungen, Museen und Ateliers besonders nah an die Kunst der Moderne und der Gegenwart kommen und dabei auch einen Blick hinter die Kulissen werfen, sei es an der Côte d ’Azur oder auf Menorca. 

Was ist für Sie das Besondere an einer schwimmenden Kunst-Location wie der EUROPA 2?

An Bord gibt es viel Kunst zu entdecken. Ich bin zum Beispiel ein großer Fan von Jeppe Hein, der hier eine faszinierende Spiegelskulptur geschaffen hat. Außerdem bin ich gespannt, welche Werke die Galerie Commeter, bei der ich erstmals die zarten Arbeiten auf Papier von Minjung Kim gesehen habe, diesmal in der Galerie an Bord ausstellen wird. Mit Profis aus verschiedenen Bereichen der Kunstszene Wege zur Kunst zu beschreiten, das ist das Anliegen des Formats ART2SEA. Es ist ein Angebot für alle Gäste, sei es ein Talk an Bord oder der Besuch eines Skulpturenparks in mediterraner Küstenlandschaft.

Ihr Ururgroßvater hat im Jahr 1821 die Commeter'sche Kunsthandlung in Hamburg gegründet, 1997 übernahm Carola Persiehl die Geschäftsleitung. Seit Jahren zeigt sie bereits Werke verschiedener Künstler in der Bord-Galerie unserer EUROPA 2. Ihre Leidenschaft für Kunst ist buchstäblich zu verstehen. „Man muss sich in ein Bild verlieben, wenn man es empfehlen will“, sagt Carola Persiehl gern. Wohl kaum jemand kennt sich auch so gut aus mit den Herausforderungen, Kunst zu verschicken: Schon drei Monate vor Beginn der Reise waren alle Kisten gepackt – und bereit für die Spedition.

Liebe Carola Persiehl, die Galerie Commeter ist seit vielen Jahren immer wieder an Bord der EUROPA 2 vertreten. Welche Werke bringen Sie mit an Bord für die anstehende art2sea? 

Carola Persiehl: Unter dem Titel „So weit das Auge reicht“ zeige ich vor allem Arbeiten, die sich mit dem Thema Wasser auseinandersetzen. Wir sind Reisende zur See, von Wasser umgeben, und das Meer zeigt sich immer wieder neu. Genau das spiegelt unsere Ausstellung wider. Ob Arbeiten auf Leinwand von Jochen Hein, feine Zeichnungen von Simon Schubert und Li Trieb, Humorvolles vom Künstlerduo SUTOSUTO  oder sogar ein Holzschnitt von Christiane Baumgartner. Jochen Hein sagte einmal: „Da kann man stundenlang aufs Meer hinausschauen – das Meer schaut doch nie zurück“. Kunstwerke tun das durchaus, und ich bin schon ganz gespannt, wie die Besucher der Ausstellung darauf reagieren werden.

Was ist für Sie das Besondere an einer schwimmenden Kunst-Location wie der EUROPA 2?

Die Galerie an Bord ist eine wunderbare Chance für Menschen, die vielleicht noch nie eine Ausstellung oder eine Galerie besucht haben, so unmittelbar der Kunst zu begegnen. Die Ausstellung ist rund um die Uhr geöffnet, man kann sich jederzeit unbeobachtet und ganz ungezwungen mit den Kunstwerken beschäftigen. Ich finde es immer wieder sehr spannend, dann  auf der Vernissage oder während der Open Gallery Zeit mit genau diesen Menschen ins Gespräch zu kommen und zu sehen, wie sie ihre Berührungsängste verlieren und ihren ganz persönlichen Zugang zu den Arbeiten finden.

Der Künstler und Illustrator Christoph Niemann ist durch seine Titelbilder für den New Yorker und seine illustrierten Geschichten für die New York Times und für das ZEIT Magazin berühmt geworden. Er zählt Google, LAMY, Hermès und das Museum of Modern Art in New York zu seinen Kunden. In seinen Vorträgen an Bord wird er seine Tricks und seine Erkenntnisse zur Bedeutung von Talent und Kreativität sprechen. 

Lieber Christoph Niemann, es gibt einen schönen Satz über den Künstler Christoph Niemann, der lautet: „Seit seiner Kindheit sitzt er jeden Tag vor einem weißen Blatt Papier und fragt sich: was jetzt?“ Wenn Sie an Bord der EUROPA 2 einen Vortrag über Ihre Arbeit halten, wollen Sie dann auch vermitteln, wie man eine Antwort findet auf diese Frage?

Christoph Niemann: Für uns Künstlerinnen und Künstler ist es eine Art Lebensversicherung, dass es zwar eine Antwort gibt auf diese Frage, diese jedoch jedes einzelne Mal anders aussieht. Sonst hätte wahrscheinlich schon jemand vor 800 Jahren das perfekte Bild gemalt, und es gäbe nichts mehr zu tun. Das einzige, worüber ich mit einer gewissen Erfahrung sprechen kann ist, welcher Weg zur Kunst führt – so viel sei vorweg genommen: Am Ende entstehen die guten Dinge nicht im Kopf, sondern erst wenn man den Stift aufs Papier setzt und loslegt.

Was ist für Sie das Besondere an einer schwimmenden Kunst-Location wie der EUROPA 2?

Ich sammle auf Reisen immer Eindrücke für meine Zeichnungen, und ich freue mich riesig darauf, jeden Tag an einem anderen inspirierenden Ort aufzuwachen.


Inselhopping im Mittelmeer

Datum: 05.06.2023 bis 13.06.2023 | 8 Tage
Schiff : MS EUROPA
Reisenummer: EUR2311
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Sonnige Balearen und die glamouröse Côte d’Azur

Datum: 23.08.2024 bis 01.09.2024 | 9 Tage
Schiff : MS EUROPA 2
Reisenummer: EUX2417
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Johann König gilt als einer der innovativsten deutschen Galeristen. Durch einen tragischen Unfall in seiner Kindheit, verlor er fast vollständig die Sehkraft. In seiner Autobiografie mit dem vieldeutigen Titel „Blinder Galerist“ beschreibt er, wie es ihm gelang, die Welt und die Kunst neu wahrzunehmen. An Bord spricht Johann König, der aus einer Familie stammt, die seit vielen Generationen den Kunstmarkt nicht nur in Köln prägt, über seinen Werdegang und die Situation des internationalen Kunstmarktes. 

Lieber Johann König, das Feuilleton einer großen Tageszeitung bezeichnet Sie als den „Popstar unter den deutschen Galeristen“. Eine besondere Auszeichnung, wenn man bedenkt, dass Sie durch einen schweren Unfall in Ihrer Kindheit zum Teil das Augenlicht verloren haben. Wie erklären Sie den Gästen an Bord Ihren Erfolg?

Johann König: Ich denke, eine Ursache für unseren Erfolg und wahrscheinlich auch derselbe Hintergrund für diese Bezeichnung der FAZ ist unser Bemühen, Kunst zugänglich zu machen. Wir bieten mit unseren Galerien, unserer Zeitschrift, unserem Podcast und mit all unseren Tätigkeiten Künstlerinnen und Künstlern einen Raum, um ihre Kunst zu zeigen, und wir versuchen aber gleichzeitig auch, diese Kunst einer großen Öffentlichkeit gegenüber zu vermitteln sowie zugänglich zu machen.

Was ist für Sie das Besondere an einer schwimmenden Kunst-Location wie der EUROPA 2?

Das Besondere ist, dass wir wahnsinnig tolle Orte in ganz kurzer Zeit hintereinander besuchen. Ich kann mir keine andere Konstellation vorstellen, wo man in der Lage ist in Südfrankreich aber auch in Menorca und Mallorca so viele Kunstorte zu besichtigen, gleichzeitig so komfortabel zu reisen und sich dann einem so tollen Austausch auf dem Schiff zu widmen. Ich glaube, das wird eine ganz besondere Erfahrung.

Als Schüler begegnete Thole Rotermund dem Publizisten, Sammler und Stifter der Kunsthalle Emden Henri Nannen – und der schürte seine Begeisterung für die Kunst der klassischen Moderne. Thole Rotermund studierte Kunstgeschichte und Literatur und spezialisierte sich als Kunsthändler auf Werke der klassischen Moderne. Als kompetenter Berater betreut er etablierte Sammlungen und internationale Sammler beim Erwerb oder Verkauf eines Kunstwerkes.

Lieber Thole Rotermund, in einem Interview überraschten Sie mit der Aussage, dass sich Aktien- und Kunstmarkt gar nicht so unähnlich seien. In welcher Phase befinden wir uns gerade?

Thole Rotermund: Bestimmte Mechanismen dieser beiden Märkte sind tatsächlich relativ vergleichbar – so gibt es im Kunstmarkt beispielsweise auch Künstler, die sich der eher volatilen „New Economy“ zuordnen ließen oder etwa dem stabileren DAX oder anderen wirtschaftlichen Kategorien. Und entsprechend reagieren deren Preise auch auf bestimmte Ereignisse. Wenn die allgemeine Lage angespannt ist, wird mehr in die bekannten Kunst-Werte investiert, bei allgemeinen Höhenflügen ist man in der Regel etwas mutiger und hat weniger den Werterhalt im Hinterkopf. Allerdings sind Aktien- und Kunstmärkte in ihrer Dynamik entkoppelt, wenn auf dem Finanzmarkt keine großen Dividenden zu erwarten sind, kann es auch bedeuten, dass Sammler vorhandenes Geld lieber in Kunst stecken als in unattraktive Assets. Grundsätzlich gilt: Qualität ist immer die sicherste Anlageform!

Was ist für Sie das Besondere an einer schwimmenden Kunst-Location wie der EUROPA 2?

Es gibt meines Wissens kein anderes Kreuzfahrtschiff, auf dem moderne Kunst so selbstverständlich eingebunden ist. Überall an Bord wird man überrascht von qualitativ hochwertigen Skulpturen, Bildern oder raumgreifenden Installationen. Da liegt es nahe, dass neben Fashion- und Musik-Reisen auch die Kunst thematisiert wird. Auf unserer ART2SEA-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer werden nicht einfach öffentliche Museen besucht, sondern Einladungen bei internationalen Künstlern oder privaten Sammlern arrangiert. Außerdem gibt es an Bord spannende Art-Talks mit bedeutenden Akteuren der internationalen Kunstszene. Einen so vielseitigen und persönlichen Einblick in die Welt der Kunst bekommt man sonst nirgendwo!

EINE SCHWIMMENDE KUNST-LOCATION

In unserem Blog berichten wir immer wieder über die Kunst an Bord der EUROPA 2. Wir geben Hintergrund-Infos zu einzelnen Werken auf den Decks des Luxusschiffes. Wir stellen Künstler vor, etwa Rupprecht Matthies, Jonas Kötz oder das Duo SUTOSUTO. Und wir begleiten in Interviews die Kunstreisen des Formats ART2SEA.

Fotos: Catherine Peter, Ivo von Renner, Elsa Mark, privat, Archiv, Text: Redaktion

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