Gletscher, Eisberge, heiße Quellen und Vulkane. Island mit unseren Expeditionsschiffen

Wer das Zusammenspiel von Feuer und Eis, von Vulkanen und Gletschern erleben möchte, für den ist Island genau der richtige Ort. Über einem Hotspot auf dem mittelatlantischen Rücken gelegen, bietet die größte Vulkaninsel der Erde fantastische Landschaften und wunderbare Erlebnisse. Unser Experte Dr. Hans-Joachim Lauenstein teilt seine Leidenschaft für Island mit Ihnen.

Datum: 18.09.2022
Tags: #hanseaticinspiration

Der Vatnajökull entlässt seine Eisberge in die Jökullsarlon Lagune, von dort treiben sie hinaus aufs Meer oder an den Strand. Mit einem Boot kann man auf der Lagune zwischen den blauen Giganten aus Eis hindurchfahren. Am Strand steht man mitten in einem unglaublichen Farbspektakel, schwarzer Sand, blaue Eisberge und je nach Wetter graues oder grünes Wasser. Die Wellen rollen mit Macht an die Eisberge und hinterlassen eine weiße Gischtfontäne.

Der Vatnajökull hält noch ein weiteres Highlight bereit: die Gletscherhöhlen. Ein geradezu surrealer Traum in blau. Gletscherhöhlen entstehen, wenn Wasser von der Oberfläche des Gletschers durch so genannte Gletschermühlen an die Basis geleitet wird, und sich von dort aus seinen Weg zum Gletschermund sucht. Unter einem das Gestein und der Gletscherfluss, über einem eine Kathedrale aus blauem Eis in unbeschreiblichen Formen. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, in so einer Höhle zu stehen.

Kathedralen aus Eis und aus Lavamasse

 

Kathedralen können auch durch Vulkane entstehen – und zwar aus Basalt, besser gesagt aus Basaltsäulen. Die sind eigentlich Schrumpfungsrisse einer auskühlenden Lavamasse, meist sechseckig, aber auch vier-, fünf- oder gar siebeneckig. Sie können senkrecht in die Höhe ragen, waagerecht aufeinander liegen oder kreisförmig angeordnet sein. Setzt dann die Verwitterung ein, entstehen Höhlen, Tore, steile Wände an denen Wasserfälle herunterrauschen, oder enge Schluchten mit wilden und schäumenden Bächen.

Aber nicht nur die Basaltsäulen sind sehenswert, sondern auch die Laven in ihren vielfältigen Formen. Da ist zunächst einmal die junge Aa-Lava, auf Deutsch „Brockenlava“. Sie ist scharf und spitz wie zerbrochenes Glas, schwarz und drohend erscheinen diese Lavafelder. Die alte Aa-Lava sieht auf Island wiederum ganz anders aus. Hier hat das Moos alle scharfen Kanten und Spitzen überdeckt, und vor uns breitet sich ein Meer aus sanften kleinen Buckeln in Grün und Beige aus. Und dann gibt es noch die Pahoehoe-Lava, zu Deutsch Stricklava. Auf ihr kann man gefahrlos spazieren und die wunderlichen Formen bewundern, die an aufeinander getürmte Seile und Stricke erinnern. Daher auch der deutsche Name.

Beheizte Gehwege im Winter und frische Ananas

 

Es gibt wohl keinen Ort auf Island, der sich nicht seiner heißen Pools rühmt. Am bekanntesten ist sicherlich die Blaue Lagune zwischen Reykjavik und dem Flughafen von Keflavik. Aber auch Akureyri besitzt am Stadtrand ein kürzlich erst eröffnetes Thermalbad, und jeder noch so einsam gelegene Hof hat seinen eigenen warmen Whirlpool. Das alles wird von der riesigen Magmakammer, die unter der Insel liegt, zuverlässig beheizt. Auch die Häuser werden mit Geothermie beheizt. Selbst Strom lässt sich derart gewinnen.

Und so kann sich Island sogar den Luxus leisten, in Reykjavik im Winter die Straßen mit einer Art Fußbodenheizung schnee- und eisfrei zu halten. Dank der Erdwärme gedeihen in den Gewächshäusern auf Island Tomaten, Kartoffeln, Gurken, Pilze, Bananen, Ananas und vieles mehr. 


Expedition Spitzbergen und Island - Nordmeer-Schauspiel in zwei Akten

Datum: 29.07.2023 bis 10.08.2023 | 12 Tage
Schiff : HANSEATIC spirit
Reisenummer: SPI2330
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Expedition Nordostgrönland und Spitzbergen-Abenteuer - Pionierkurs entlang eisiger Küsten

Datum: 10.08.2023 bis 26.08.2023 | 16 Tage
Schiff : HANSEATIC spirit
Reisenummer: SPI2331
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Aber das ist noch nicht alles, was der „Hotspot Island“ zu bieten hat. Geysire, heiße Quellen und Schlammlöcher, bunte Landschaften aus Schwefel, Eisenoxiden, Gips und schwarze Lava sind die Beweise dafür, dass dicht unter der Oberfläche ein Höllenfeuer lodert. Immer wieder kommt es zu Vulkanausbrüchen, die sich – wenn entsprechend ungefährlich – zu touristischen Attraktionen entwickeln. So pilgern an manchen Tagen hunderte von Einheimischen und Touristen zum Geldingadalir. Der Vulkan, der im Winter 2021 ausgebrochen ist, war über Monate ein Touristenmagnet. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch!

Die Schöpfungskraft der Erde spüren

Erleben Sie Island und die Arktis mit unserer HANSEATIC spirit. Das jüngste Schiff der neuen Expeditionsklasse erkundet nordpolare Welten dies- und jenseits des Polarkreises. Auf dem Kurs liegen Spitzbergen, die Heimat der Eisbären, und natürlich Island mit seinen eindrucksvollen Vulkanen, majestätischen Wasserfällen und gewaltigen Gletschern. Auf Wanderungen durch diese grandiose Natur der Kontraste zeigt sich, dass der arktische Sommer voller Leben ist: Papageitaucher führen ihre Flugkünste vor, es bestehen gute Chancen Walrosse und Wale zu sichten. Und wer sich an diesen besonderen Orten einen Moment des Innehaltens gönnt, spürt die Schöpfungskraft der Erde. Spätestens jetzt kann man die Faszination nachempfinden, die unser Autor HaJo Lauenstein in seinem Beitrag beschreibt.


Dr. Hans-Joachim – Hajo – Lauenstein wurde in Bremen geboren. Schon während seines Studiums der Mineralogie und Geologie zog es ihn hinaus in die Welt. Er hat 15 Jahre in Südamerika gelebt, sieben Jahre im südlichen Afrika und vier Jahre in Asien gearbeitet. Fasziniert von fremdartigen Landschaften durchwanderte er Wüsten und Dschungel, Vulkan- und Hochgebirge. Und es gibt inzwischen nur wenige Länder, die er noch nicht besucht hat. Seit 2007 arbeitet er als Experte für Hapag-Lloyd Cruises.

Fotos: Archiv

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