Das größte Abenteuer unserer Zeit: eine Reise in die Antarktis mit den Expeditionsschiffen von Hapag-Lloyd Cruises

Im Prinzip ist eine Expeditionsreise auch eine Kreuzfahrt. Und doch ganz anders: Unsere kleinen, hochmodernen Expeditionsschiffe eignen sich perfekt für Tier- und Naturbeobachtungen, sie steuern entlegene Orte an, und im Zodiac erkundet man dann eine alles überragende Welt. Mit einem unserer Schiffe in die Antarktis zu reisen, ist die Königsform der Expedition.

Datum: 16.05.2022
Tags: #hanseaticinspiration #hanseaticnature #hanseaticspirit #antarktis

Gischt spritzt, die Haare wehen im Wind, über die leichten Wellen tanzt das Schlauchboot dem Strand entgegen. Je näher es kommt, um so deutlicher zeigt sich die Landschaft: eine weite Ebene, eingerahmt von hohen, schneebedeckten Bergen. Im grünen Tussockgras nisten Tausende, ja Zigtausende von Königspinguinen. Zwischen ihnen liegen Robben und die gewaltigen Seeelefanten, deren Körper vier, fünf Meter lang werden. Mehr als eine Tonne wiegt so ein ausgewachsenes Männchen. Unablässiges Kreischen liegt in der Luft und der typische Guano-Geruch, der anfangs irritiert, den man aber nie mehr vergisst. Es ist der Duft des Abenteuers. 

Die beschriebene Anlandung erfolgt meist in den ersten Tagen einer Expedition. Südgeorgien gehört zu den subantarktischen Inseln und liegt auf dem Weg in die Antarktis. Auf der entlegenen, ganzjährig von Schnee und Gletschern bedeckten Inselgruppe im Südatlantik betrieben einst Walfänger einige Stationen. Heute leben hier für ein paar Monate nur wenige Wissenschaftler und drei Museumsmitarbeiter. Ansonsten bevölkern Pinguine, Robben und Seevögel diesen Ort. Es gibt kaum jemanden, den ein Landgang in Fortuna Bay oder Gold Harbour nicht überwältigt. Dabei hat die Reise eigentlich erst angefangen.

Schon die ersten Tage einer Expedition in die Antarktis berühren

 

Eine Expeditionsreise mit einem der Schiffe von Hapag-Lloyd Cruises ist eine Kreuzfahrt – und doch gibt es erhebliche Unterschiede: Die Schiffe der neuen Expeditionsklasse sind nur 139 Meter lang. Maximal 199 Gäste nehmen an einer Reise in die Antarktis teil. Es gibt keinen Dresscode, man trägt Fleece, aber die meisten machen sich am Abend dann doch ein wenig schick, denn – das zeigt sich bald – jeder Tag einer solchen Reise ist es wert gefeiert zu werden. Am ersten Seetag erhält man die Reiseausstattung: Rucksack, einen wasser- und winddichten Parka, Gummistiefel. Spätestens jetzt ahnt man, es wird ein Abenteuer!

Wir bieten unsere Reisen in die Antarktis mit unterschiedlicher Reisedauer an. Bei einigen erfolgen erst Stopps auf den Falkland-Inseln und auf Südgeorgien, dann geht es bis an die Spitze der Antarktischen Halbinsel. Dabei steuern unsere Expeditionsschiffe Inseln und Plätze an, deren Namen schon verheißungsvoll klingen: Elephant Island, Paradise Bay, Deception Island, Neko Harbour, Port Lockroy. Mal liegt der schmale, sehr eindrückliche Lemaire Kanal auf dem Kurs, mal der Antarctic Sound mit seinen gigantischen Tafeleisbergen. Jeder dieser Orte bietet unvergessliche Momente. Und jeder ist – dieses Wort passt hier wie nirgends sonst – einzigartig.

Kapitän Thilo Natke über die Faszination Antarktis 

 

Nach fast einhundert Reisen in diese Region – warum schlägt uns die Antarktis in ihren Bann?

Kapitän Thilo Natke: Die Antarktis ist nicht nur ein eigener Kontinent, sondern eine Welt für sich. Nirgendwo sonst gibt es ein derart intensives Tierleben, bizarre Eislandschaften aus Packeis und Eisbergen, einzigartige Landschaften, historische Stätten – und das alles hautnah zu erleben vom Deck des Schiffes aus, oder bei zahlreichen Anlandungen mit Zodiacs, ist besonders. In keinem anderen Fahrtgebiet der Welt ist man als Kapitän außerdem so gefordert, eine Reise abhängig von Wetter und Eis oder spontan nach sich bietenden Gelegenheiten ständig neu zu gestalten. Das ist herausfordernd, macht aber auch Spaß.

Wie sind Sie zum Antarktis-Fan geworden? 

Meine erste Reise auf einem Expeditions-Kreuzfahrtschiff führte mich Anfang 1990 in die Antarktis. Seitdem bin ich fast 100 Mal dort gewesen und freue mich auch nach 32 Jahren auf jede neue Reise in diese faszinierende Gegend.

Hapag-Lloyd Cruises bietet mehrere Expeditionsreisen in die Region an. Welche eignen sich perfekt für Antarktis-Beginner?

Für Leute, die zum ersten Mal in die Antarktis reisen, empfehle ich immer die „Königin der Antarktisreisen“. Diese führt in etwa 18 Tagen von Ushuaia in Feuerland über die Falkland-Inseln und Südgeorgien zur antarktischen Halbinsel. Diese Reise bietet alles, was Antarktis und Subantarktis ausmachen. Die beeindruckenden Königspinguine gibt es zum Beispiel nicht in der Antarktis, dafür aber in Südgeorgien. Und landschaftlich unterscheiden sich diese Ziele ebenfalls sehr stark. Bis zu sieben Pinguinarten kann man auf dieser Reise beobachten, dazu noch zahllose Robben, Albatrosse und mit etwas Glück auch Wale.

Welche Reisen empfehlen Sie unter dem Motto Antarktis für Fortgeschrittene?

Wer die Highlights der Antarktis bereits einmal kennengelernt hat und „noch mehr Eis“ möchte, dem sei eine Reise über den südlichen Polarkreis empfohlen oder das intensive Kennenlernen der Weddell See. „Antarktis total“ bietet dann die 30-tägige Halbumrundung der Antarktis von Argentinien über die antarktische Halbinsel nach Neuseeland, sowie das Kreuzen am Ross Eisschelf. Abhängig von der Eislage ist sogar ein Besuch der amerikanischen Forschungsstation Mc Murdo möglich.

Eine Schiffsreise in die Antarktis ist auch eine Kreuzfahrt, oder?

Eine Reise in die Antarktis ist eine Expeditionsreise. Nur Abfahrts- und Ankunftsdatum stehen fest, dazwischen liegen etwa zwei Wochen mit täglichen Zodiac-Ausbootungen und Besuchen von Pinguinkolonien, Wanderungen durch die antarktische Landschaft und Kreuzen durch die Eiswelt. Dabei bestimmen immer Wetter und Eis den Kurs, einen festen Fahrplan gibt es nicht. Mit Kreuzfahrt hat das wenig zu tun. Aber an Bord gibt es den gewohnten Komfort und Service eines erstklassigen Kreuzfahrtschiffes, abgesichert durch moderne Technik und eine hohe Eisklasse.

Albatrosse auf den Falkland Inseln

Ein überwältigender Anblick: eine Kolonie von Königspinguinen auf Südgeorgien

Faszinierende Eisformationen auf den Südorkney Inseln

Cuverville Island, ganz nah der Antarktischen Halbinsel

Ein besonderes Erlebnis, wenn das Schiff mit seinem Buch am Südpolarkreis durch das Eis bricht 

Statt Glühwein: die Vorweihnachtszeit in der Antarktis

Wenn der deutsche, meist nasskalte November übergeht in einen schneematschigen, meist unfreundlichen Dezember, kann man es sich mit Glühwein auf einem Weihnachtsmarkt gemütlich trinken. Oder in die Antarktis reisen – wo der Frühsommer beginnt. Dabei präsentiert sich die Antarktis in dieser Zeit besonders ursprünglich.

  • Das Land ist noch von Schnee und Eis bedeckt.
  • Pinguine beginnen mit der Balz und dem Nestbau.
  • Man hat Weihnachten etwas zu erzählen – und alle Freunde und Familienmitglieder verzeihen, dass man keine Geschenke dabei hat, sondern vor allem großartige Reiseberichte!

Polarhistoriker Dr. Arne Kertelhein über die Magie eines Reiseziels

 

Lieber Arne Kertelhein, wenn wir Crew-Mitglieder der Expeditionsschiffe nach ihrem liebsten Reiseziel fragen, heißt es sehr oft: die Antarktis. Nach mehr als 50 Reisen in diese Region – warum ist das so?

Arne Kertelhein: Die Antarktis ist ein unvergleichliches Reiseziel. Egal zu welcher Reisezeit, egal wie lang oder kurz die Reise war, egal auch wie sich das Wetter gestaltete – ich habe noch niemals nach einer Expedition einen enttäuschten Gast gesehen. Die Eindrücke der spektakulären Landschaften, das Eis und der einzigartige Reichtum an Robben und Pinguinen übertreffen in der Realität die schönsten Fotos und Beschreibungen bei weitem.

Wie sind Sie zum Antarktis-Fan geworden?

Zu Beginn meiner Expertentätigkeit war ich nur im Norden unterwegs. Aber eine ältere Dame erzählte mir in Spitzbergen von ihren Antarktisreisen. Angeblich würde man dort nur fünf Meter neben hunderten und tausenden von Pinguinen stehen können. So ganz glauben konnte ich ihr das nicht. Einige Jahre später durfte ich dann mit meinen Amundsen- und Shackletonvorträgen selbst in die Antarktis reisen. Die von Menschen nahezu unberührte Landschaft und die Strände voller Robben und Pinguine waren ein unglaubliches Erlebnis. Ich musste zugeben, dass die alte Dame keineswegs übertrieben hatte, einen derartigen Tierreichtum habe ich nirgendwo anders gesehen.

Hapag-Lloyd Cruises bietet mehrere Expeditionsreisen in die Region an. Welche eignen sich perfekt für Antarktis-Beginner?

Es gibt ja meist die klassischen Rundreisen Falkland-Inseln-Südgeorgien-Antarktis. Hierbei bekommt man den perfekten Einblick in die unterschiedlichen Landschaften und den unvorstellbaren Tierreichtum von Antarktis und subantarktischen Inseln. Alles ist dabei, Albatrosse, Seeelefanten, Wale und natürlich die Pinguine. 

Was empfehlen Sie unter dem Motto „Antarktis für Fortgeschrittene“?

Wer die antarktische Halbinsel und Südgeorgien bereits besucht hat, kann zu einer anderen Jahreszeit wiederkommen. Es macht einen großen Unterschied, ob man im November oder im März unterwegs ist, da die Tiere dann andere Entwicklungsstadien durchlaufen. Wer aber etwas völlig anderes kennenlernen will, sollte die Halbumrundung machen. Das Rossmeer ist noch mal eine ganz andere Antarktis. Hier gibt es sowohl die schier endlose Schelfeiskante, als auch die seltenen Kaiserpinguine. Für mich als Polarhistoriker war es ein wirklich tief bewegender Moment, die noch gut erhaltene Hütte des britischen Polarforschers Scott zu betreten. Es sah genauso aus wie auf den alten Fotos – als wären die Männer nur eben vor die Tür gegangen.

Eine Schiffsreise in die Antarktis ist auch eine Kreuzfahrt, oder?

Bei einer Mittelmeerkreuzfahrt gibt es nur wenig Gründe, warum der Fahrplan nicht eingehalten werden sollte. In der Antarktis haben wir zwar auch einen groben Fahrplan. Aber vor Ort passiert es immer wieder, dass aufgrund von Wind- und Eisbedingungen umdisponiert werden muss. Zwar wollten wir am Vormittag eine Landung bei der Pinguinkolonie von Neko Harbour machen, doch die Bucht ist voller Treibeis. Dann müssen Kapitän und Expeditionsleiter beratschlagen, welche Alternativen es in der Nähe gibt, und wir versuchen einen anderen Landeplatz anzusteuern. Auch dort wird es mit großer Wahrscheinlichkeit Pinguine geben. 

Kurz zu Ihnen: Was ist die Aufgabe eines Experten an Bord?

Die von uns besuchten Polarregionen unterliegen strengen Regularien seitens der verantwortlichen Behörden. Deren Vorgaben regeln etwa die Besucherzahlen und auch das Verhalten an Land. Dazu gehört auch eine sachkundige Betreuung der Gäste. Die begleitenden Experten kennen die Polarregionen in der Regel seit vielen Jahren, waren oder sind oft in der Forschung tätig und können an Land viele Informationen zur Natur, den Tieren, der Geschichte oder auch Geologie geben. An Bord halten sie vorbereitende oder vertiefende Vorträge und betreuen auch die Ocean Academy. 

Im Video erklärt die Crew, was man von einer Reise in diese Region erwarten darf – und was den Unterschied macht, mit Hapag-Lloyd Cruises zu reisen.

Antarktis-Abenteuer mit Kap Hoorn – Große Expeditionsroute intensiv

Datum: 05.02.2023 bis 25.02.2023 | 20 Tage
Schiff : HANSEATIC nature
Reisenummer: NAT2303
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Expedition Antarktis: Momente für die Ewigkeit

Datum: 09.02.2024 bis 28.02.2024 | 19 Tage
Schiff : HANSEATIC inspiration
Reisenummer: INS2403
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Antarktis von A bis Z

Wer vor der ersten Reise in die Antarktis steht, hat viele Fragen: Welche Kleidung brauche ich – Empfehlung: Zwiebelprinzip –, welche Kamera muss dabei sein – Empfehlung: mehr als ein Smartphone – und was, bitteschön, versteht man unter Artistengriff?

Antworten auf diese und weitere Fragen geben wir in unserem zweiteiligen Antarktis von A bis Z.

Bei einer Expeditionskreuzfahrt in die Antarktis erlebt man die Landschaften, die unsere Schiffe vor allem während des Sommers auf der Südhalbkugel anlaufen, ständig anders:

  • im November ist der Kontinent noch von Schnee und Eis bedeckt. 
  • im Dezember beginnt das neue Leben, Wale suchen die Gewässer auf, in den Pinguin-Kolonien stehen immer mehr „Kaffeewärmer“ – wie man den Pinguin-Nachwuchs mit seinem hellbraunen Pflaum scherzhaft nennt
  • im Januar blüht das Leben, die „Kaffeewärmer“ werden groß, das Land zeigt sich üppig und überraschend grün
  • im Februar herrscht Hochsommer in der Antarktis 
  • im März kommen schon wieder die ersten kalten Tage, und unsere Schiffe verlassen die Region, die uns so viele besondere Momente beschert hat im Laufe der Saison.

Die Tierwelt der Antarktis

Was unterscheidet Königs- von Kaiserpinguinen? Wo kann man Rockhopper beobachten? Und warum tragen Eselspinguine immer Steinchen im Schnabel? Welche Wale leben in den Gewässern des Südlichen Ozeans? Erkennt man am Blas den Unterschied zwischen Grau- und Blauwal? Und wann kann man sie beobachten? Diese Beiträge zum Who is Who der Antarktis stellen Pinguine und Wale vor.  

Die Schiffe unserer neuen Expeditionsklasse

Mit der HANSEATIC nature, der HANSEATIC inspiration und der HANSEATIC spirit geht es da weiter, wo größere Kreuzfahrtschiffe beidrehen müssen. Dabei verfügen unsere kleinen, wendigen Expeditionsschiffe über die höchste Eisklasse für Passagierschiffe, sie sind ausgestattet mit moderner Umwelttechnik und haben im Tank nur Marine-Gasöl. Auf unseren Reisen in die Antarktis sind maximal 199 Gäste an Bord, so dass wir allen Teilnehmern besonders viel Zeit an Land bieten können. Dabei halten wir uns streng an alle für diese einzigartige Region geltenden Regeln und Vorschriften. Unsere Reisen werden vom Umweltbundesamt genehmigt, als eines der ersten Mitglieder der IAATO – International Association of Antarctica Tour Operators – ist es für uns ein Selbstverständnis, dieser Welt mit größten Respekt zu begegnen. Mehr zu unseren Reisen und zu unserem Selbstverständnis auf unserer Themenseite Mehr als Eis.

Fotos: Archiv

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