Expedition Antarktis von A bis Z. Was Sie schon immer über eine Reise in diese Region wissen wollten. Teil I.

Eine Reise in das Südpolarmeer ist für viele ein einmaliges Erlebnis. In einer kleinen Serie wollen wir die wichtigsten Fragen beantworten. Welche Kleidung gehört in den Koffer? Was ist ein Artistengriff? Welche Tiere sind zu erleben? Teil I: die Vorbereitungen.

Datum: 22.01.2020
Tags: #hanseaticinspiration #hanseaticnature #hanseaticspirit #msbremen

Wir begrüßen viele Gäste, die zum ersten Mal mit einem Schiff unserer neuen Expeditionsklasse zu einer Reise in die Antarktis aufbrechen. Manche sagen, dass man nach dem Besuch dieser besonderen Welt ein anderer Mensch ist. Und tatsächlich gibt es kaum eine Erinnerung, von der man so lange zehren kann. Immer wieder erreichen uns Zuschriften, in denen sich Gäste bedanken für Reiseerlebnisse einer Jahre zurück liegenden Expedition. Es sind Momente, die bleiben.

Für alle Antarktis-Neulinge haben wir einige Basics zusammen gestellt. Es sind Antworten auf Fragen, die uns häufig gestellt werden. Wir haben sie in einer losen Serie gefasst, die wir von Zeit zu Zeit erweitern. Falls es Fragen gibt, die wir unbedingt berücksichtigen sollten, dann schicken Sie uns diese gern über unseren Facebook-Kanal! Weitere Informationen und Angebote zu unseren Reisen in die Arktis und Antarktis finden Sie auf einer eigens dafür angelegten Themenseite.

K – wie Kleidung

Muss ich Angora-Unterwäsche einpacken? Bei einer Antarktis-Reise befürchten manche extreme Kälte. Dabei vergisst man, dass unsere Reisen ja eher in die Randgebiete des Sechsten Kontinents führen. Da spürt man zwar den eisigen Hauch aus dem Landesinneren, extreme Temperaturen aber sind selten, erst recht im Südhalbkugelsommer. Doch: Wer sich bei bei maximal 5 Grad viel draußen aufhält, sollte warm angezogen sein. 

Wir empfehlen: 

- mindestens zwei Paar dicke Wandersocken oder Filzfüßlinge
- warme Unterwäsche, etwa aus Merino
- Regenhose (für die Überfahrten im Zodiac)
- Fleece-Pulli
- Handschuhe
- Schal/Tuch
- Wollmütze
- Sonnenbrille

Einen Expeditions-Parka und passende Gummistiefel bekommt jeder Teilnehmer einer Reise in diese Regionen von uns gestellt.

T – wie Technik

Smartphone-Kameras werden immer besser, manche übertreffen inzwischen sogar Kompaktkameras. Dennoch empfehlen wir die Anschaffung einer guten Spiegelreflex- oder Systemkamera. Unsere Reisen führen meist bis an die Antarktische Halbinsel. Hier bekommt man eine Ahnung von den Dimensionen eines Kontinents, der größer ist als Europa.  

Wir empfehlen: 

- eine Kamera mit zwei Objektiven, Weitwinkel und Zoom 
- Brennweite eines Zooms 70 bis 200 Millimeter. (Faustregel unter Fotoprofis: Die Endbrennweite eines Zoomobjektivs sollte höchstens das 3- bis 4-fache der Ausgangsbrennweite haben)
- die Qualität des Objektivs ist wichtiger als die Zahl der Automatikprogramme der Kamera
- die Kamera sollte eine hohe Auslösegeschwindigkeit haben, besonders für das Fotografieren von Tieren.

Die Anschaffung eines Camcorders empfehlen wir nur denen, die mit der Technik Erfahrung haben. Schon die schiere Datenmenge kann zur Herausforderung werden. So hatte ein britischer Birdwatcher an Bord der BREMEN am Ende seiner 21-tägigen Reise 20 Speicherkarten mit einer Kapazität von jeweils 64 Gigabyte gefüllt. Wir haben nie erfahren, wie lange es gedauert hat, das Material zu sichten und zu bearbeiten. Dennoch: Nehmen Sie mindestens zwei Speicherkarten mit und bestenfalls einen zweiten Akku. 

Eine robuste, spritzwasserfeste Action-Cam eignet sich, um Zodiacfahrten zu fotografieren oder zu filmen. Unbedingt empfehlenswert ist die Anschaffung einer wasserdichten Tasche, um die Kamera darin zu transportieren, und eines weichen Tuchs, um die Ausstattung zu reinigen. Wenn es mit den Zodiacs an Land geht, ist Spritzwasser kaum zu vermeiden. Achtung: Der Einsatz von Drohnen ist in der Antarktis und auf unseren Schiffen nicht gestattet.

Über die Vorteile einer guten Ausrüstung hat der Profi-Fotograf Lutz Jäkel einige lesenswerte Beiträge für unseren Blog geschrieben.

W – wie Wetter

Zu den meistgestellten Fragen gehört die nach dem Wetter. Und gleichzeitig ist es die am wenigsten seriös zu beantwortende. Es gibt aber Näherungswerte, je nach Reisezeitpunkt:

Im Antarktischen Frühsommer – im späten November und Dezember – kann es auch tagsüber häufiger zu Schneefällen kommen, nachts sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, es ist oft recht windig. 

Im Hochsommer – Januar und Februar – steigen die Temperaturen oft auf bis zu 8 Grad, es ist manchmal geradezu verblüffend mild, besonders bei Windstille, wenn die Sonne rauskommt.

Im Spätsommer – März – wird es wieder windiger und regnerischer, die Temperaturen sinken. Und es fällt häufig Schnee.


Pionierziele im eisigen Süden - Große Expeditionsroute intensiv mit Südpolarkreis

Datum: 22.01.2022 bis 10.02.2022 | 19 Tage
Schiff : HANSEATIC spirit
Reisenummer: SPI2202
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Expedition Antarktis - Dem Wunder so nah

Datum: 21.01.2021 bis 02.02.2021 | 13 Tage
Schiff : HANSEATIC inspiration
Reisenummer: INS2102
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Fotos: Archiv, Susanne Baade, Text: Dirk Lehmann

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