Wurzeln schlagen: Bestsellerautorin Meike Winnemuth über ihre Ostsee-Reise mit MS EUROPA

Meike Winnemuth hat bei Günther Jauch 500.000 Euro gewonnen und eine Weltreise gemacht. Das Buch zur Reise wurde zum Bestseller. Jetzt arbeitet sie an einem neuen Projekt. Darüber spricht sie mit dem PASSAGEN BLOG – und über das Rampensau-Sein…

Datum: 08.08.2018
Tags: #mseuropa
© Helmut Harringer / www.speedlight.at
Baltic Sea Chalk Coast
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Passagen Blog: Liebe Meike, Ende August startet deine Ostsee-Reise mit MS EUROPA. Wie lange ist es her, dass du zuletzt auf einem Schiff warst?

Meike Winnemuth: Zählen Fähren? Vermutlich nicht, oder? Dann: 2015. Zusammen mit meiner besten Freundin von Bremerhaven über London und Newcastle nach Edinburgh. Wir sind England-Fans und seit der Reise auch Schottland-Fans. Die schönste Schiffsreise, die ich je gemacht habe, war allerdings mit einem Containerfrachter von Südamerika über Rotterdam nach Hamburg. Zwölf Tage gemächliches Nachhauseschaukeln – bis der Sturm in der Biskaya losbrach. Ich war die einzige Frau an Bord, zu Silvester gab es Bier und zwei Untertassen mit Erdnüssen in der Offiziersmesse.

Die Reise mit der EUROPA ist eine Lesereise. Worauf dürfen sich die Gäste an Bord freuen, woraus wirst du lesen?

Ich lese aus meinen beiden Büchern, aus „Das große Los. Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr“ und aus der Kolumnensammlung „Um es kurz zu machen“. Das erste handelt von meiner Weltreise im Jahr 2011: 12 Monate in 12 Städten, von Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai bis Tel Aviv, Addis Abeba und Havanna. Die Kolumnen sind in den letzten Jahren für verschiedene Zeitschriften von „Stern“ bis „Geo Saison“ geschrieben worden, darin geht es um bedeutende Themen wie behaarte männliche Unterarme, die Kunst des Lobens und fachgerechtes Altern.

Auf Lesereise – damit geht jeder Autor anders um. Manche haben Lampenfieber, andere zeigen ihr Bühnentalent. Wie ist das für dich?

Ich liebe Lesereisen! Ich fürchte, ich bin eine Rampensau, mich schreckt das gar nicht. Ich finde immer spannend, aus der Einbahnstraßenkommunikation des Schreibens herauszukommen und Auge in Auge mit dem Leser zu sein.


© Helmut Harringer / www.speedlight.at

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© Helmut Harringer / www.speedlight.at

Gibt es eigentlich einen magischen Moment, an dem man spürt, jetzt habe ich mein Publikum gepackt?

Gelächter. Hoffe ich doch.

Du bewegst dich in drei Genres: bist Journalistin, Buchautorin und Kolumnistin. Wie reagieren die Menschen eigentlich auf die verschiedenen Meikes?

Die Meikes sind gar nicht so verschieden, finde ich. Derselbe Humor, dieselbe Neugier, derselbe grundsätzlich freundliche Blick auf die Welt.

Die Reise mit der EUROPA führt über die Ostsee: Riga, Tallin, St. Petersburg, Helsinki, Stockholm und Gdansk/Danzig sind die Stationen. Gibt es noch Neuland für dich?

Und ob! Stockholm und Helsinki kenne ich von Wochenendtrips, aber alles andere ist völlig neu für mich. Ich freue mich wahnsinnig darauf! Vor allem, weil ich St. Petersburg und Riga sogar kurz auf der Liste meiner Weltreiseziele hatte. Leider hat ein Jahr nur 12 Monate, sonst wäre ich schon da gewesen.

Eine Kreuzfahrt. Welche Erwartungen hast du an diese Reise?

Nur die besten. Tolle Ziele, nette Mitreisende, ein Wahnsinnsschiff – what’s not to love?

Nach deinem Bestseller „Das große Los“ hatte man den Eindruck, du würdest eine weitere große Reise planen. Was wird dein nächstes Projekt?

Ich bin damit beschäftigt, zum ersten Mal im Leben Wurzeln zu schlagen. Wortwörtlich. Ich beackere gerade einen kleinen Garten an der Ostsee, den ersten meines Lebens.  Und baue voller Ahnungslosigkeit erstmals Gemüse an: Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, zehn verschiedene Tomatensorten. Auch eine Abenteuerreise, selbst wenn sie nur ein paar Meter weit führt. Darüber schreibe ich gerade mein nächstes Buch. Diese Kreuzfahrt reißt mich also zwei Wochen raus aus meinem Garten – Katastrophe! –, zeigt mir dafür aber den Rest meiner neuen Heimat Ostsee – was für ein Geschenk!


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Interview: Dirk Lehmann, Fotos: Archiv und privat

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