Transatlantik mit MS EUROPA: Symposium "Der blaue Planet"

Von Kapstadt nach Buenos Aires quert die EUROPA den Südatlantik. An Bord lädt auf Initiative von Ranga Yogeshwar ein ungewöhnlicher Experten-Kreis zu Vorträgen und Diskussionen. Das Thema: „Der blaue Planet – Oase im Weltall“…

Datum: 23.09.2018
Tags: #mseuropa

Transatlantik mit MS EUROPA: Symposium „Der Blaue Planet“ mit Ranga Yogeshwar. Wir erreichen Ranga Yogeshwar im Zug. Er ist unterwegs zu einem Kongress. Man kann wohl sagen, dass Yogeshwar einer der gefragtesten Wissenschaftsjournalisten Deutschlands ist. Und einer der erfolgreichsten. Sein aktuelles Sachbuch mit dem Titel „Nächste Ausfahrt Zukunft – Geschichten aus einer Welt im Wandel“ steht seit Monaten ganz oben in den Bestsellerlisten, zwischenzeitlich gar auf Platz 1. 

 

Die EUROPA quert den Atlantik. Und an Bord hat man Zeit, sich zu fokussieren

 

Ranga Yogeshwar versteht sich als wissenschaftlicher Spiritus Rector für das Symposium „Der Blaue Planet“ an Bord der EUROPA. Er hat das Generalthema gesetzt, Empfehlungen zu den Experten gegeben und die Inhalte der einzelnen Vorträge und Diskussionsrunden mit erarbeitet. Ausschlaggebend war der Umstand, dass die EUROPA für mehrere Tage den Atlantik quert. Man hat Zeit, sich zu fokussieren. Und was liegt näher, als mitten auf dem Ozean den Ozean selbst zum Thema zu machen?

Das Wasser ist eine Besonderheit der Erde. Kein anderer Planet, den wir kennen, verfügt über dieses Element. Doch die Schönheit, die der Blick aus dem All zeigt, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Meere immer stärker belastet sind. Die Dokumentarfilmer Alexander Lahl und Max Mönch zeigen in eindrucksvollen Reportagen, wie es um die Ozeane steht. Was etwa mit Kunststoffen passiert – oder besser gesagt: nicht passiert –, wenn sie achtlos ins Wasser geworfen werden. Ihre akribische Recherche vermittelt einen besonderen Einblick in das Blau, das unseren Planeten prägt…

 

KREUZFAHRTEN STEHEN VOR ALLEM FÜR EINE SEHNSUCHT…

 

Auch die Atmosphäre ist eine Eigenheit der Erde. Noch kennen wir keinen Planeten, der uns als Spezies Asyl bieten könnte – mit diesem Mix aus Stickstoff, Sauerstoff und Argon. Für Ranga Yogeshwar gibt es nur einen Wissenschaftler, der perfekt erklären kann, welche Funktion die Ozeane als „Klimamaschinen“ haben. Mojib Latif arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Oeanforschung in Kiel. Schon früh hat er auf die Folgen den Klimawandels verwiesen. Er stellt den aktuellen Stand der Forschung dar. Und er wirft vor allem eine Frage auf: Wie kann es sein, dass die Politik so zögerlich an das Thema heran geht?

Meer, Wellen, Wind. Ranga Yogeshwar wollte einen Kapitän einladen, der ganz unmittelbar die Ozeane kennen gelernt hat – in all ihrer Wucht und Schönheit. Die Wahl fiel auf Wilfried Erdmann, den einzigen Deutschen, der mit einem Segelboot allein die Welt umrundet hat. Undzwar in beide Richtungen, auch von Ost nach West, gegen die allgemein herrschenden Westwinde. Mit seiner Ehefrau Astrid hat Wilfried Erdmann das Meer im wahrsten Sinne „erlebt“. Die beiden beziehen zudem kulturhistorische Hintergründe in ihre Vorträge mit ein. Es ist eine besonderer Blick auf unsere blaue Welt, die sie den Gästen der EUROPA veranschaulichen… 

 

„Es geht um ein globales Bewusstsein für unser Handeln.“

 

Was will Ranga Yogeshwar mit dem Symposium „Der Blaue Planet“ erreichen? „Es geht nicht nur um spannende Fakten, sondern auch um Emotionen. Und vor allem darum, dass wir ein globales Bewusstsein für die Zusammenhänge und unser Handeln entwickeln.“ Yogeshwar beobachtet bereits einen Umdenkprozess in unserer Welt des Wandels: Wenn mehr und mehr Städter auf eine neue Form der Mobilität setzen. Oder wenn die Herkunft eines Lebensmittels immer wichtiger wird. „Die neue Generation schwenkt um.“ Warum aber muss dieses Symposium auf einem Kreuzfahrtschiff stattfinden? „Kreuzfahrten stehen für mich vor allem für eine Sehnsucht. Eine solche Reise macht etwas mit uns. Der Mensch schützt, was er liebt.“


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Interview: Dirk Lehmann, Fotos: Archiv und Herby Sachs (Portrait Ranga Yogeshwar)

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