Abenteuer Nordpolarmeer mit MS BREMEN: Franz-Josef-Land

Auf der Route der großen Entdecker fährt die BREMEN vom norwegischen Tromsø nach Nome in Alaska – Stationen sind: Franz-Josef-Land, Sewernaja Semlja, Neusibirische Inseln, Wrangelinsel, Tschuktschen Halbinsel. Im PASSAGEN BLOG berichten Lektoren, Fotografen und Kapitän über diese besonderen 30 Tage – das „Abenteuer Nordpolarmeer“

Datum: 23.08.2015
Tags: #expeditionen #msbremen

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diverse Autoren und Fotografen berichten von der BREMEN


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ABENTEUER NORDPOLARMEER: Das große Fressen. „Wale! Wale!“ So der Ruf durch die Bordlautsprecher. Die Ansage des Kapitäns lässt sofort viele Gäste auf die Brücke und die Außendecks drängen. Und was sich ihnen nun bietet, ist wirklich ein  Spektakel. In unmittelbare Nähe des Schiffes findet ein „großes Fressen“ statt. Vier Buckelwale, ein kleine Schule Weißschnauzendelfine und Dutzende von Seevögel  haben offensichtlich einen Schwarm Fische zusammengetrieben und stoßen auf der Jagd nach ihnen immer wieder durch die Wasseroberfläche.

Plötzlich bewegt sich ein besonders großer Wal – auf dem Rücken schwimmend – in Richtung des Schiffs und schlägt dabei immer wieder mit seinen riesigen Flippern lauf klatschend auf  Wasser. Was uns vorkommt wie Spiel, soll die Fische weiter zusammentreiben. Fasziniert sehen und hören wir zu. Ein wunderbares Erlebnis, die mächtigen Buckelwale und die eleganten Delfine gleichzeitig und so nahe beim Schiff beobachten zu können. Nach einiger Zeit nimmt die bis dahin ruhig da liegende BREMEN wieder Fahrt auf.

von Dr. Thomas Henningsen (Text) und Page Chichester (Fotos)


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ABENTEUER NORDPOLARMEER: Coole Walrosse. Als wir morgens um sieben Uhr die kleine Gruppe der Apollonov-Stoliczka Inseln erreichen, ist schon nach dem ersten Blick durch das Fernglas klar: Ja, sie sind tatsächlich da, die beindruckenden, oft so „cool“ wirkenden Walrosse. Diese riesigen Robben mit den markanten Stoßzähnen beobachten zu können, ist einer der großen Momente einer jeden Reise in die Arktis. Doch diesmal bietet sich uns ein ganz besonderer Anblick.

Denn während wir uns langsam und vorsichtig der am Ufer liegenden Gruppe von rund 100 Tieren nähern – selbstverständlich wahren wir einen gehörigen Sicherheitsabstand – kommt uns eine kleine Gruppe von etwa zehn Tieren entgegen. Die überwiegend jungen Bullen sind offensichtlich neugierig. Sie stecken die Köpfe aus dem Wasser und schnauben laut.


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Doch plötzlich nähert sich ihnen ein Eisbär. Wir hatten ihn schon aus der Ferne gesehen, konnten aber nicht ganz ausmachen, was er tun würde. Jetzt bewegt er sich langsam auf die Walrosse zu. Doch im Gegensatz zu uns ist er nicht auf Abstand bedacht, sondern begibt sich mitten in die am Strand liegende Gruppe hinein.

Doch schnell ist klar, dass der Eisbär – ebenfalls ein junges Tier – hier heute keine Walrossbeute machen wird. Zwar sind die großen Walrossbullen, teilweise weniger als ein Meter vom Eisbär entfernt, wachsam. Aber doch gelassen. Sie setzen einfach ihre Strandruhe fort. Auf einigen Fotos kann man die enormen Größen-Unterschiede erkennen, klein, fast schmächtig wirkt der kraftvolle Eisbär gegen die „cool“ bleibenden Walrosse.


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von Dr. Thomas Henningsen (Text) und Steffen Graupner (Fotos)


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ABENTEUER NORDPOLARMEER: Murmeln und Neugier. Einer unserer heutigen Stopps ist die Champ Insel, bekannt für ihre Gesteinskugeln, den so genannten Geoden: Entstanden durch geologisch-mineralogische Prozesse, wittern sie heute vor sich hin. Bei der Entdeckung der Insel, waren sie noch in allen möglichen Größen zu finden, heutzutage gibt es fast nur noch die wirklich „Großen“, denn viele der handlichen Exemplare sind leider Souvenirjägern zum Opfer gefallen. Wir genießen einen kurzen Spaziergang in einer stellenweise bizarr anmutenden Landschaft. Und kehren dann aber zurück aufs Schiff.


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Bärenalarm von der Brücke! Ein Eisbär wird dicht bei der BREMEN im Wasser gesichtet. Das Tier paddelt zunächst weiter, klettert auf eine Eisscholle. Da wird zunächst intensiv gewittert, um heraus zu finden, wer oder was wir sind. Offenbar genügen die Infos nicht. Die Bärin kommt näher und näher. Und steht schließlich direkt unter uns. Unsere Anwesenheit scheint sie nicht zu beunruhigen. Sie macht einige Schritte weg von der Bordwand und beginnt sich dann auf der Eisscholle zu wälzen. Völlig entspannt rollt sie sich hin und her, äugt zu uns hinauf. Nach einer Weile ausgiebigen Wälzens lässt sich das Tier ins Wasser gleiten und schwimmt davon.


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von Dr. Eckhard Denker (Text und Fotos) und Page Chichester (Fotos)


Hier finden Sie weitere Informationen zu dieser Expeditionsreise mit der MS BREMEN. Und hier finden Sie eine Übersicht der nächsten Reisen in das Ewige Eis mit den Expeditionsschiffen von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.

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