3 Fragen an… Michael Begasse, Royal-Experte auf EUROPA-Reise

Immer wieder sind prominente Gäste an Bord der Schiffe von Hapag-Lloyd Cruises, und manchmal bietet sich dem PASSAGEN BLOG die Gelegenheit zu einem kurzen Interview. Diesmal mit dem Royal-Experten Michael Begasse. Auf der Reise von Acapulco nach New York berichtet der Journalist über die Welt der Königshäuser, über Glamour und Klatsch

Datum: 14.06.2017
Tags: #mseuropa #3fragenan #michaelbegasse

NewYork_Archiv


1.

PASSAGEN BLOG: Lieber Michael Begasse, auf Ihrer Website präsentieren Sie sich augenzwinkernd als „der Glatzkopf mit den Königshäusern“. Wie sind Sie eigentlich zum Royal-Experten geworden?

Michael Begasse: Wenn es nur nicht so abgedroschen klingen würde – „wie die Jungfrau zum Kinde“. Ich war als junger Fernsehreporter immer schon davon überzeugt, dass dieser Schlüsselloch-Blick in die Paläste die Zuschauer, Hörer und Leser interessiert. Es ist ja quasi eine moderne tägliche Real Royal Soap, und ich sehe die Könige, Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen als ganz normale Menschen an, die einen Lebensjob an der Backe haben; ob sie wollen, oder nicht. Und über die sich das unbarmherzige Boulevard auch die Mäuler zerreißen darf, denn die Blaublüter können sich ziemlich schlecht wehren. Als vor 20 Jahren Prinzessin Diana in Paris tödlich verunglückte, habe ich in London tagelang am eigenen Leib gespürt, wie tief die Trauer bei den Menschen war, wie sehr die ‘Königin der Herzen’ berührt und begeistert hat. Das war der Beginn einer ganz großen Liebe und eines intensiven aber auch respektvollen Umgangs mit den Royals dieser Welt. Und ganz ehrlich: Ich habe noch keinen Tag mit diesem Thema bereut.


2.

Auf der EUROPA werden Sie den Gästen in einzelnen Vorträgen Einblicke geben in die Welt der Royals. Worauf dürfen wir uns freuen?

Ich gestalte meine Multimediavorträge entlang der Route der „schönsten Yacht der Welt“. Deswegen werde ich die Gäste gleich zu Beginn unserer wundervollen Reise in die herrlich-tragische Welt von Kaiser Maximilian von Mexiko entführen. Er war der Schwager von Kaiserin Sissi von Österreich, wurde von Kaiser Napoleon betrogen und von gierigen Frauen getrieben. Sein Schicksal bewegt noch heute. Dann geht es um das spanische Kolonialreich, das auf der Grundlage einer ganz großen, ehrlichen royalen Liebe entstand: Ohne Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon sähe die Welt, durch die die EUROPA fährt, heute ganz anders aus. Was Columbus mit dieser Liaison zu tun hat, wird unsere Gäste überraschen. Dann kommen wir natürlich in diesem Jahr nicht am Thema Diana vorbei. Ich verspreche, dass unsere Besucher die scheue, unschuldige Prinzessin nach meinem Vortrag in einem etwas anderen Licht sehen werden. War sie mehr Fluch als Segen für die Windsors, und wie war das Verhältnis zur ‘bösen Schwiegermutter’ Elisabeth tatsächlich? Ich freue mich auch schon sehr auf die traditionelle Royal Teatime gegen Ende unserer Reise. Das ist ein launig-lustiges Frage-Antwortspiel, das den Damen und Herren (neben den kulinarischen Köstlichkeiten) immer sehr gut gefällt. Und natürlich bin ich an Bord für alle Passagiere immer greifbar und beantworte gerne alle royalen Fragen, die ihnen auf den Nägeln brennen. Und bislang – toi, toi, toi – konnte ich noch alle beantworten.


3.

Sie begleiten die Reise der MS EUROPA von Acapulco nach New York, es gibt viele Höhepunkte: Kolonialarchitektur, Welt-Natur-Erbe, die Passage durch den Panamakanal, die frühmorgendliche Ankunft in New York vorbei an der Freiheitsstatue. Worauf freuen Sie sich besonders?

Zu aller erst freue ich mich nach drei tollen Abstechern auf die EUROPA 2 endlich wieder zurück zu sein auf „der Mutti“, wie ich die EUROPA liebevoll nenne. Dieses Schiff ist einfach das schönste Kreuzfahrtschiff, das ich kenne. Dorthin gehöre ich mit meinen royalen Themen. Da ich vor genau zehn Jahren einige Zeit in Costa Rica gelebt habe, werde ich dort alte Freunde treffen und sie vielleicht zu einem kleinen Rundgang auf die EUROPA einladen. Den Panama-Kanal habe ich bislang immer nur von rechts nach links, also vom Atlantik zum Pazifik durchquert. Das wird sicher wieder ein Erlebnis, bei dem ich an Deck stehe, und sogar vergesse, zu essen. Die Maya-Stadt Copan ist der Hammer, wie ich selbst schon gesehen habe, als ich dort war. Ich freue mich zudem sehr auf Kolumbien und Belize, aber das Schönste kommt ja meist zuletzt: Lady Liberty, die Freiheits-Statue in New York, da bekomme ich jetzt schon Herzklopfen.


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Die aktuelle Weltumrundung endet im Sommer diesen Jahres in Hamburg.

 

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