Abenteuer Nordpolarmeer mit MS BREMEN: Einsamkeit

Auf der Route der großen Entdecker fährt die BREMEN vom norwegischen Tromsø nach Nome in Alaska – Stationen sind: Franz-Josef-Land, Sewernaja Semlja, Neusibirische Inseln, Wrangelinsel, Tschuktschen Halbinsel. Im PASSAGEN BLOG berichten Lektoren, Fotografen und Kapitän über diese besonderen 30 Tage – das „Abenteuer Nordpolarmeer“

Datum: 04.09.2015
Tags: #expeditionen #msbremen #einsamkeit

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diverse Autoren und Fotografen berichten von der BREMEN


Nebelbogen über dem Zodiac

ABENTEUER NORDPOLARMEER: Einsamkeit. Zwei Seetage bleiben der BREMEN, um die Karasee zu durchqueren. Auf der Brücke wurden bereits Tage zuvor Karten gesichtet um mögliche Ziele für einen Überraschungsstopp auszuwählen. Die Verfügbarkeit der Seekarten an Bord reduzierte die Auswahl auf wenige, unscheinbare Inseln, von denen zwei unsere besondere Aufmerksamkeit erregten. Anhand von Lage, Form, Topographie und der verzeichneten Polar Stationen malten wir uns bereits bei Ansicht der Karten aus, was es dort für uns zu entdecken geben könnte.

Am Nachmittag des ersten Seetages erreichen wir die Einsamkeitsinsel. Beim Näherkommen entpuppt sie sich allerdings als gar nicht so einsam, die verlassene Polar Station verfügt über deutlich mehr Gebäude als wir erwartet haben. Zudem lassen Wind und Dünung eine Anlandung nicht zu. Und so begnügen wir uns damit, einen „visuellen Landgang“ zu unternehmen – per Fernglas.

So bleibt die Vorfreude auf den kommenden Tag. Zunächst präsentiert sich Isachenko in einem Dunstschleier, der in Kombination mit der arktischen Morgensonne die verlassene Station in ein mystisches Licht taucht und über dem Schiff einen wunderbaren Halo erzeugte. Schnell setzt sich die Sonne durch, und wir genießen jede ihrer Strahlen. Der Rundgang durch die Station begeistert wegen der vielen Details und Kuriositäten. Wie sich die Natur die zurückgelassenen Gegenstände langsam zurückerobert. Sowie unerwartete Stillleben, etwa das Glühbirnenlager oder eine komplette Charles Dickens Sammlung.

Wir hätten noch leicht weitere Stunden mit der Motivsuche verbringen können, doch irgendwann treibt es auch den engagiertesten Entdecker zum ausgiebigen Frühstück zurück an Bord. Zum Abschied ziehen wieder Nebelschwaden über der Station auf, und spätestens jetzt kann sich jeder von uns gut vorstellen, dass die Einsamkeit wohl auch auf Isachenko zu finden ist.


Isaschenko


von Petra Müllensiefen, Chief Officer, und Bjela König, Navigation Officer (Text) und Page Chichester (Fotos)


Hier finden Sie weitere Informationen zu dieser Expeditionsreise mit der MS BREMEN. Und hier finden Sie eine Übersicht der nächsten Reisen in das Ewige Eis mit den Expeditionsschiffen von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.

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