Unbekanntes Asien im Privatjet ALBERT BALLIN. Interview mit Reinhold Messner

Die Tiger von Rajasthan, die Metropole des Glücks in Bhutan und der Fuß des Himalayas in Kathmandu – im Privatjet ALBERT BALLIN zu einigen der ursprünglichsten Regionen Asiens. Reinhold Messner begleitet als Gastexperte die aktuelle Reise. Wir hatten Gelegenheit zu einem Interview mit dem Ausnahmebergsteiger.

Datum: 09.02.2020
Tags: #reinholdmessner #privatjetalbertballin

Lieber Reinhold Messner, wenn der Privatjet ALBERT BALLIN abhebt zu seiner Reise nach Asien, wird es kaum einen Ort geben, den Sie noch nicht kennen. Auf welches Ziel freuen Sie sich besonders?

Reinhold Messner: Ich war tatsächlich nahezu überall auf der Welt, also wirklich – überall. Aber ich war da immer in verschiedenen Missionen. Deshalb freue ich mich jetzt, einige Regionen noch einmal ganz anders zu erleben. Etwa Rajasthan. Da bin ich lange nicht gewesen, und der Ranthambhore Park mit seinen Tigern ist sehr speziell. Und auch wenn Kathmandu quasi meine zweite Heimat ist, ich freue mich auf Nepal, nicht zuletzt weil da bald mein nächstes Projekt startet. Bhutan kenne ich natürlich auch. Aber es ist schon eine Weile her, dass ich dem glücklichsten Volk der Welt einen Besuch abgestattet habe. Alles in allem ist es eine außergewöhnliche Reiseroute.

Ein neues Projekt? Sie haben im vergangenen Jahr Ihren 75. Geburtstag gefeiert. Ist es nicht an der Zeit, das Leben ein wenig ruhiger angehen zu lassen? 

Ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, einfach nur zu sitzen und zu warten – oder in den Fernseher zu starren. Ich habe noch einiges zu erledigen und deshalb ein Start Up gegründet.

Was können Sie uns darüber erzählen? 

Es sind eigentlich zwei Projekte. Im Himalaya gründe ich ein Museum, es bildet den Auftakt zur „Messner Mountain Heritage“. Darin will ich die Geschichte des jeweiligen Gebirges erzählen – wie es entstanden ist, wie die Menschen in dieser Bergwelt lebten, wann die Gipfel zum ersten Mal bestiegen wurden. Nach diesem Vorbild sollen weitere Museen entstehen, etwa in den Anden oder am Montblanc. Um diese Projekte zu finanzieren, gehe ich auf eine weltweite Vortragsreise. Diese „Final Expedition“ soll quasi ein Messner Festival sein, ich zeige Filme, halte Vorträge, diskutiere mit den Besuchern. Den Auftakt machen wir in Australien.

Was verbindet den Alpinisten Reinhold Messner und den Unternehmer, bzw. Museumsgründer Reinhold Messner?

Ich bin ein Geschichtenerzähler. Davon leben meine Bücher, Filme und Museen. Das Geschichtenerzählen ist für eine kulturelle Erscheinung – und das Bergsteigen ist eine kulturelle Handlung – mindestens so wichtig, wie die Handlung selbst. Als Geschichtenerzähler berichte ich aber nicht nur über ein Abenteuer, sondern auch über ein Land, die Menschen, die Natur. Ich mache eine Region erfahrbar. Das tue ich auch auf dieser Reise.

Was kann die Geschichte dieser Reise sein?

Der Südfuß des Himalayas. In Nepal sieht man richtig, wie sich der indische Subkontinent unter den Himalaya geschoben hat. Wenn wir mit dem Flugzeug Kathmandu anfliegen, dann ragen vor uns die Sieben- und Achttausender auf. Und das ist der Moment, in dem ich den Gästen an Bord meine Geschichten zu diesen Bergen erzählen werde. Von Kathmandu geht es dann nach Thimphu. Wir sind immer noch am Südfuß des Himalayas, doch sehen die Berge hier ganz anders aus, grüner, vegetationsreicher.

Wie sehr ergreift Sie die Sehnsucht, wenn Sie diese Bergen sehen – die Sehnsucht, noch einmal hinauf zu gehen? 

Ach, die Zeiten sind vorbei. Ich gehe manchmal noch mit meinem Sohn Simon in die Berge. Aber obwohl ich noch ganz gut dabei bin für mein Alter, mir fehlt doch die Reaktionsschnelligkeit. 

Sie freuen sich richtig auf diese Reise?

Das Reisen bringt uns Menschen zusammen. Man begegnet einander, man trifft sich, man respektiert sich. Das Reisen ist eine große, friedensstiftende Angelegenheit.

Wie fliegen Sie, Herr Messner – werden Sie lesen, aus dem Fenster träumen oder alle Filme schauen, die das Bordproramm bereit stellt?

Ich werde mich ein wenig unterhalten – und dann werde ich schlafen. Das Fliegen muss für mich angenehm sein. 


Sie interessieren sich für den Privatjet ALBERT BALLIN?

  • In diesem Beitrag wird der Privatjet während seiner Reise von Hamburg nach Australien vorgestellt.
  • Dieser Link führt zur Themenseite für den Privajet ALBERT BALLIN – mit allen wichtigen Informationen.

Interview: Dirk Lehmann, Fotos: Susanne Baade, Archiv

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