Luxusschiff an der Steckdose: Ein wichtiges Zertifikat für die EUROPA 2

Nach erfolgreichem Abschluss der Tests bestätigt ein Zertifikat der Klassifikationsgesellschaft DNV GL, dass unsere EUROPA 2 am Cruise Center Altona Landstrom beziehen kann. Ein relevanter Schritt in der Umweltstrategie von Hapag-Lloyd Cruises.

Datum: 22.06.2020
Tags: #mseuropa2 #hapaglloydcruises

Die Unterschrift ist mehr als ein Symbol. „Wir hätten das Dokument auch per E-Mail schicken können“, sagt Jochen Buck von der Klassifikationsgesellschaft DNV GL, vielen eher bekannt unter dem früheren Namen Germanischer Lloyd. Doch weil es ein wichtiger Schritt ist, auf den an vielen Stellen lange hingearbeitet wurde, passt der kleine feierliche Rahmen. Kapitän Christian van Zwamen und Chief Hagen Franke stehen im Kontrollraum der Maschine der EUROPA 2, ganz offensichtlich zufrieden, dass nun besiegelt wurde, was eine Reihe recht aufwändiger Tests erforderte.

Wie die Schiffe unserer neuen Expeditionsklasse verfügt auch die 2013 gebaute EUROPA 2 über einen Landstromanschluss. Doch kann man das Schiff nicht einfach an die Steckdose anschließen und die Maschinen abschalten. Schon „Steckdose“ ist eine etwas irreführende Bezeichnung: Mehrere armdicke Kabel werden von einem hydraulischen Greifarm, der den Tidenhub im Hamburger Hafen ausgleicht, durch eine Luke auf der Steuerbordseite in das Schiff geführt. Der Raum, in dem die Verbindung hergestellt wird, darf nicht mehr betreten werden sobald der Strom fließt. 

Unterschiedliche Frequenzen, präzise Leistungsanforderung

 

Die Herausforderungen stecken im Detail. So schwingt in Deutschland der Strom mit einer Frequenz von 50 Hertz, im Bordnetz der EUROPA 2 sind es 60 Hertz. Dafür muss der Strom umgewandelt werden. Zudem gilt es, den genauen Energiebedarf zu ermitteln. Momentan verbraucht das Schiff 2,2 Megawatt. Sowohl eine Überspannung, wenn zu viel Energie geliefert wird, als auch eine Unterspannung, wenn zu wenig Energie ankommt, kann zu einem Blackout führen. „Sollten bei uns die Lichter ausgehen, ist das im Hafen keine Katastrophe“, sagt Hagen Franke. Aber alle Systeme nach und nach wieder hochzufahren, koste viel Zeit. „Das wollen wir vermeiden.“

Die Zwangspause im Hamburger Hafen hat Zeit geboten, alle Systeme einem gründlichen Testlauf zu unterziehen. Das Zertifikat bestätigt nun, dass die EUROPA 2 ohne Risiken für den Schiffsbetrieb mit dem Landstromanschluss des Hamburg Cruise Terminals Altona verbunden werden kann. Noch gebe es keine einheitlichen Standards für die Landstromanlagen in den Häfen Europas, baugleich mit der Anlage in Hamburg sei nur die in Kiel. Der nächste Hafen, mit dem bereits Kontakt bestehe für eine Zertifizierung, sei das norwegische Bergen. Das heute ausgestellte Zertifikat ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserer Umweltstrategie.


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Der Stromverbrauch unserer auf maximal 500 Personen ausgelegten EUROPA 2 beträgt während der Liegezeit 2,2 MW. Durch die Nutzung von zertifiziertem Ökostrom reduzieren sich die Emissionen quasi auf null. Im Schiffsbetrieb verwendet Hapag-Lloyd Cruises schadstoffarmes Marine Gasöl mit einem Schwefelanteil von 0,1 Prozent (LS-MGO). Dadurch verringern sich die Schwefel-Emissionen unserer Flotte um 80 Prozent. Zudem bedeutet die Umstellung auf Marine Gasöl bis zu 30 Prozent weniger Rußemissionen und Feinstaub. Wir planen all unsere Routen mit einer ökoeffizienten Durchschnittsgeschwindigkeit – dieses Slow-Steaming Konzept reduziert den Treibstoffverbrauch um weitere 30 Prozent und damit auch die Emissionen.


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