City-Guide: 10 Tipps für 2 perfekte Tage in…RIO DE JANEIRO

Datum: 07.10.2015
Tags: #europa2 #cityguide

Casa_Mosquito
SA_BR_09025045-4
SA_BR_09025045-2
SA_BR_09025045-1
COP-POOL-25-1
COP-POOL-25-2

Eine spielerische Leichtigkeit scheint über der Stadt zu liegen, die viele vor allem mit Strand und Karneval assoziieren: Rio de Janeiro. In der 10-Millionen-Metropole das Besondere zu finden, am besten Orte, die genau für jene Leichtigkeit stehen, ist ein tough Job. Es ist der Job von Lucia Coimbra. Die deutsch-brasilianische Journalistin arbeitet als Stylistin, Location Scout für Fotoproduktionen und Tourguides in der Stadt. Im E2MAG empfiehlt sie einen ganz besonderen Mix an Adressen, um die Stadt zu erleben. Vom coolen Boutiquehotel Casa Mosquito (1) hat man einen großartigen Blick auf den Zuckerhut, und das Grand-Hotel Copacabana Palace (2) steht direkt am weltberühmten Strand. Lucia führt uns in Gärten, in denen Kuchen serviert werden und an Straßen, die eine Hommage des größten Architekten des Landes sind – Oscar Niemeyer

+++ÜBERNACHTEN+++

1. SCHAUT AUF DIESE STADT: Hinter den Mauern einer unscheinbaren Villa im hippen Viertel Ipanema nahe des berühmten Strandes versteckt sich auf einem Hügel das charmante Boutiquehotel „Casa Mosquito“. Zu Fuß sind es nur zehn Minuten bis zum Meer. Die wenigen, auf drei Stockwerke verteilten Zimmer und Suiten tragen die Namen der Sängerin Carmen Miranda, des Komponisten Tom Jobim („Girl from Ipanema“) oder des brasilianischen Dichters Vinícius de Moraes. Wer sich erholen und einen fantastischen Rundum-Blick auf die Stadt genießen möchte, wird hier glücklich. Der französische Besitzer Benjamin Clano Planès kümmert sich persönlich um seine Gäste. Einmal im Monat lädt er Gäste und Künstler zu einer spektakulären Samba-Live-Party am Pool ein.

2. ZUM WEINEN SCHÖN: Ava Gardner soll hier in den 50er Jahren nach ihrer Trennung von Frank Sinatra bittere Tränen vergossen haben, da die wenig feinfühlige Orchesterbesetzung in der Bar mehrmals Sinatra-Songs intonierte. Aber keine Angst, der Service und das Gefühl für die Wünsche der Gäste im „Copacabana Palace“ genießen heute einen ausgezeichneten Ruf. Im Grand Hotel existiert er noch – der Glamour, der schon Marlene Dietrich und Edith Piaf begeistert hat. Für den Fall, dass Sie hier nicht übernachten: Das Frühstück am Pool ist ein Erlebnis – mit tropischen Früchten, frischgepressten Säften und Tapioca, den leckeren Pfannkuchen aus Maniok-Mehl.+++

+++ESSEN+++

3. DAS HAUS DES GÄRTNERS: Mit Blick auf den botanischen Garten „Jardim Botanico“ befindet sich das Restaurant „Borogodó“ in einem der bunten kleinen Häuschen, die früher von den Familien der Gärtner bewohnt wurden. Heute leben hier viele Schauspieler und Künstler. Die Besitzer Tatiana Fejes und Eduardo Saboía haben eine sehr persönliche Atmosphäre geschaffen und lassen die Gäste erst probieren, bevor sie etwas Neues auf die Karte setzen. Hier schmecken mittags brasilianische Klassiker wie Bobó de Camarāo (Krabben in Kokus-Creme) oder Feijoada (schwarzer Bohneneintopf). Freitag und Samstag auch abends geöffnet. Unbedingt probieren: Den gegrillten Chernie-Fisch mit Maracuja – köstlicher weißer Barsch.

4. KUNST UND BANANEN: Das neue KunstmuseumMuseo de Arte do Rio“ liegt an dem komplett neu gemachten „Praça Mauá“ direkt am Hafen. Alles, was Rio ausmacht – das historische Zentrum und das Meer – lässt sich von der Terrasse des neuen Design-Restaurants „Mauá“ in der sechsten Etage des Museums bestaunen. Wer sich satt gesehen hat, wählt von der Speisekarte die Stockfischbällchen in Pimenta-Sauce oder Krabben in Tapioka mit Risotto: traditionelle brasilianische Küche mit einem modernen Touch. Bleibt nur noch eine Entscheidung – zum Nachtisch lieber einen Rundgang durch die aktuelle Kunstausstellung oder doch die köstliche Crème brûlée Banane?+++

+++AUSGEHEN+++

5. DRINKS AUF REZEPT: Treffpunkt für Liebhaber brasilianischer Musik im Herzen des Ausgehviertels Lapa unweit des Zentrums: Die Bar des „Rio Scenarium“ ist einer Apotheke nachempfunden, von den Balkonen schauen die Gäste sowohl den Tanzenden und den Musikern auf der Bühne zu wie dem bunten Treiben auf der Straße. Umgeben von skurrilen Antiquitäten und alten Musikinstrumenten an den Wänden wird hier auf drei Etagen zu Livemusik wie Bossa Nova und Samba getanzt, auch den kraftvolleren Samba Enredo gibt es zu hören, der sonst nur im Karneval gespielt wird. Und der Samba de Gafieira. Letzterer ist etwas für Romantiker. Unter der Woche ist es etwas ruhiger im „Rio Scenarium“, vor dessen Eingang sich samstags eine lange Schlange bildet. Also sicherheitshalber reservieren!

6. WENN DIE LICHTER ANGEHEN: Santa Teresa ist eines der romantischten Viertel. Rosafarbene und hellblaue Kolonialvillen erinnern an die Zeit, in der reiche Bürger hier heraufzogen, um der Sommerhitze in der Stadt zu entfliehen. Die Fassaden mögen etwas gelitten haben, die Atmosphäre in den Kopfsteinpflastergassen mit ihren vielen Galerien und Ateliers bezaubert noch immer. Der perfekte Spot zur blauen Stunde: die Bar des Hotels „Santa Teresa“. Im „Dos Descadados“ kann man ganz wunderbar zusehen, wie im Norden die Lichter angehen. Später am Abend genießen hier Cariocas, die Bewohner Rios, und Hotelgäste die berühmten Caipirinha Cocktails. Besonders beliebt ist die Variante mit Maracuja, Limetten und natürlich Cachaça, dem Zuckerrohrschnaps. Ein anschließender Streifzug durchs bunte Kolonialviertel Santa Teresa und seinen zahlreichen Bars und Clubs bleibt garantiert unvergesslich.+++

+++ERLEBEN+++

7. WO DIE AUGEN RUHEN. Die wechselnden Ausstellungen des Fotoinstituts „Instituto Moreira Salles“ im grünen Stadtteil Gávea, wo nahe einer großen Universität viele Studenten wohnen, gehören definitiv zu den kulturellen Highlights Rios. Hier stellen renommierte Fotografen ihre Bilder vom Moloch Rio aus. Ein Ort, um der Seele und den Augen eine Pause zu gönnen von den vielen Eindrücken auf den Straßen draußen und sich auf einige Fotos zu konzentrieren. Aber auch der Burle-Marx Garten und das Gebäude im Stil des tropischen Modernismus aus den 50er Jahren ziehen Besucher an. Achtung: Montags ist das Museum geschlossen.

8. DIE LINIEN DES ALTERS. Auf den Spuren des legendären Architekten Oscar Niemeyers! Genau gegenüber von Rio de Janeiro, auf der anderen Seite der Bucht von Guanabara, liegt die kleine Schwester-Stadt Niteroi. An deren Küstenstraße, auf dem sogenannten „Caminho Niemeyer“, kann man die futuristischen Gebäude des Nationalhelden bewundern. Das wohl bekannteste Monument ist das an ein Ufo erinnernde Museum für zeitgenössische Kunst „Museu de Arte Contemporânea de Niterói (MAC)“. Die wenigsten aber kennen das „Teatro Popular“, quasi Oscar Niemeyers mildes Alterwerk, es bezaubert mit seinen weichen, geschwungenen Linien. Direkt am Eingang gibt es eine Information – wer mag, lässt sich von einem englischsprachigen Guide begleiten. Am Wochenende finden hier Konzerte statt, oft gratis. Am besten nimmt man die Fähre an der „Praça XV“ im Zentrum von Rio  und setzt in zwölf Minuten nach Niterói über. Übrigens findet samstags an der Fähren-Station in Rio auch ein Flohmarkt statt.+++

+++CAFÉS+++

9. DIE ÄFFCHEN UND DER KUCHEN. Wer die Rastlosigkeit der Metropole für eine Weile entfliehen möchte, ist hier richtig: Inmitten einer grünen Oase werden am Pool einer prächtigen Kolonial Villa Kuchen, Kaffee und kleine Mahlzeiten serviert. Das „Café Plage“ befindet sich bei der Kunstakademie „Escola de Artes Visuais do Parque Lage“ im verwunschenen Park „Parque Lage Floresta da Tijuca National Park“ voller einheimischer Pflanzen. Auf jeden Fall Zeit für einen Spaziergang mitbringen und den kleinen Äffchen beim Klettern und Spielen zuschauen. Letztere sollen übrigens so gut erzogen sein, dass sie nicht wagen, sich den Kuchentellern zu nähern. Nur vormittags geöffnet, sonntags bis 17 Uhr.

10. SÜSSE ZEITREISE. Dass Brasilien eine Kolonie Portugals war, spürt man in diesem prachtvollen Belle Époque-Café „Confeitaria Colombo“ im Zentrum ganz besonders. Die historischen Fotos, pompösen Wandspiegel in XXL, das viele Gold und die Marmortische laden auf eine Zeitreise ein. Dazu lokale und portugiesische Köstlichkeiten, Kaffee und der Nachmittag, an dem man sich in ein Kaffeehaus in Lissabon versetzt fühlt, ist perfekt. Auf der Karte: Frittierte Riesengarnelen oder Kokoskuchen. Noch ein Tipp: Lieber einen klassischen Espresso bestellen, der Cappuccino ist hier sehr süß und wird mit Sahne serviert. Übrigens auch ein herrlicher Ort zum Frühstücken! Sonntags ist das Colombo allerdings geschlossen.+++

PRO_4339-1
S_TIE_09001043-1
Bildschirmfoto 2015-10-05 um 19.51.01
S_TIE_09001043-2

AA044861

AA044861

Text: Lucia Coimbra, Fotos: Archiv und PR


LuciaCoimbra

Lucia Coimbra ist eine deutsch-brasilianische Journalistin, Stylistin und diplomierte Reiseführerin in Rio de Janeiro. Sie kennt die Stadt aus ihrer Tätigkeit als Locationscout für Foto-Shootings und als personal guide für Reisende. Ihre Tipps sind eine wundervolle Mischung klassischer Adressen und neuer Szene-Spots. Wer mehr erfahren will, hier geht es zur Website von Lucia Coimbra.

 

 


Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Reise-Angebote von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten nach Südamerika und Rio de Janeiro.

Tags: , ,

Vorheriger Beitrag

Workshop: Schöner Wohnen mit <br/>MS EUROPA 2

...

Nächster Beitrag

100 Reisen EUROPA 2: </br>Jubiläums-Fest vor Rhodos

...
Auch interessant...

Mehr Beiträge zum Thema »

City-Guide: 10 Tipps für 2 perfekte Tage in… ABU DHABI

Beitrag lesen »
 

City-Guide: 10 Tipps für 2 perfekte Tage in… Colombo

Beitrag lesen »
 

City-Guide: 10 Tipps für 2 perfekte Tage in… Santa Cruz de Tenerife

Beitrag lesen »