In 19 Tagen um die Welt: Wale, Wallfahrt, Süßigkeiten

Im Privatjet ALBERT BALLIN geht es von der "Sansibar" auf Sylt über New York, Kodiak, Osaka, Hanoi und Sansibar einmal um die Welt. Für den PASSAGEN BLOG berichtet Wolfgang Peters von unterwegs. Zweiter Tag in Kanada: Es regnet noch immer, Whale-Watching-Tour im Sankt-Lorenz-Strom und ein Besuch bei Zuckerbäckern

Datum: 15.08.2014
Tags: #kanada #wale #albertballin #privatjetalbertballin #whalewatching #sanktlorenzstrom

in 19 Tagen um die Welt

 

Eine Reise im Privatjet ist ein sehr komfortables Abenteuer: keine Warterei am Flughafen, kein Umsteigen von einem Flugzeug ins andere, kein Organisationsstress – einfach genießen. Eine Weltreise im Privatjet ist die ultimative Steigerung des Konzepts. Am 9. August ging es los. Die langstreckentaugliche und mit nur 40 Passagiersitzplätzen ausgestattete Boeing 737-700 ALBERT BALLIN startet in Stuttgart, ihre Route: Sylt – New York – Québec – Kodiak – Osaka – Palau – Hanoi – Sansibar – Stuttgart. Für uns berichtet Reiseexperte Wolfgang Peters von unterwegs. Wir werden ihn in Manhattan am Empire State Building sehen und in Kodiak bei den Grizzlys, auf Palau in Badehose und in Hanoi mit Streetfood. 3. Etappe. Zweiter Tag in Québec. Immer noch Regen. Ein Finnwal bläst. Und ein Stück Frankreich in der Ferne.

Prince Sooal Lighthouse (Copy)

Es regnet nicht nur, es gießt in Strömen. Der eigentlich vorgesehene Flug in zwei Wasserflugzeugen bis zum Sankt-Lorenz-Strom wird gestrichen, wir fahren Bus. Ziel ist Tadoussac, ein kleine Örtchen am Zusammenfluss des Sagunenay River mit dem Sankt-Lorenz-Strom. An dieser Stelle ist das Wasser sehr nährstoffreich, enthält viel Krill und Plankton, Blau- Finn- und Buckelwale lieben dieses Gebiet. Haben wir gehört und glauben es gern. Aber lieben Wale auch Regen?

Die Hinfahrt vergeht wie im Flug, dank der Lesung der Reiseeindrücke von Stephan Zweig, der Québec im Jahre 1911 besuchte, die Lektoren unterhalten mit Anekdoten und Faktenberichten. Doch am Ende ist der Himmel immer noch so grau und nass wie am Anfang. Und nur mit gedämpfter Freude betreten wir das für uns exklusiv gecharterter Boot. Die Ufer sind kaum auszumachen, Felsen und im Nebel zerstäubte Wälder säumen den Weg. Dann aber, in halb offener See, der ersehnte Blas! Ein Wal kündigt sich an. Ganz in der Nähe des Prince Shoal Leuchtturmes zeigt ein riesiger Finnwal seinen Rücken. Das war es dann aber leider auch. Und auf der Rückfahrt stoppen wir in der Basilika der Heiligen Anna, um etwas Trost zu finden.

Basilka St. Anna (Copy)   Maple leave (Copy)

Zurück in Québec leuchten die Ahornbäume. Der Himmel klart von Zeit zu Zeit auf. Wir sind am alten Königsweg in einem der ältesten, Ahornsirup verarbeitenden Betriebe des Landes. Wir bekommen Einblick, Überblick, Zuckerschock. Anno dazumal feierte man ausgelassene Feste aus Anlass der Ernte des kostbaren Stoffes. Heute probieren wir einige Gerichte, die üblicherweise zum Sirup-Festival serviert werden, und müssen leider feststellen, dass wir gestern besser gegessen haben. Also bleibt uns nach der Heimkehr in die Altstadt von Québec nur, noch ein wenig um den Block zu ziehen, um Eindrücke zu sammeln von jenem seltsamen Stück Frankreich, das hier am Ende der Welt hinterlassen wurde: zartes Licht in den Gassen, Hinterhöfe wie in der Normandie, Lebensgefühl und vertrautes Europa.

Vive la France. Und dann auf nach Alaska…

Abends in Quebec (Copy)

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