In 19 Tagen um die Welt: Wo die wilden Bären wohnen!

Im Privatjet ALBERT BALLIN geht es von der "Sansibar" auf Sylt über New York, Kodiak, Osaka, Hanoi und Sansibar einmal um die Welt. Für den PASSAGEN BLOG berichtet Wolfgang Peters von unterwegs. 4. Etappe: Besuch bei den Bären an den Brooks Falls im Katmai-Nationalpark

Datum: 17.08.2014
Tags: #privatjetalbertballin #albertballin #bären

in 19 Tagen um die Welt

Eine Reise im Privatjet ist ein sehr komfortables Abenteuer: keine Warterei am Flughafen, kein Umsteigen von einem Flugzeug ins andere, kein Organisationsstress – einfach genießen. Eine Weltreise im Privatjet ist die ultimative Steigerung des Konzepts. Am 9. August ging es los. Die langstreckentaugliche und mit nur 40 Passagiersitzplätzen ausgestattete Boeing 737-700 ALBERT BALLIN startet in Stuttgart, ihre Route: Sylt – New York – Québec – Kodiak – Osaka – Palau – Hanoi – Sansibar – Stuttgart. Für uns berichtet Reiseexperte Wolfgang Peters von unterwegs. Wir werden ihn in Manhattan am Empire State Building sehen und in Kodiak bei den Grizzlys, auf Palau in Badehose und in Hanoi mit Streetfood. 4. Etappe. Kodiak, wo die wilden Bären wohnen!

Im Zauberwald   Wasserflugzeuge

Katmai, das ist das Zauberwort für Bärenliebhaber aus aller Welt. Der Katmai-Nationalpark in Alaska liegt im vulkanreichen “Ring of Fire”, er ist berühmt für sein “Valley of Ten Thousand Smokes” und für die Braunbären, die an den berühmten Brooks Falls stehen und die Lachse beim Springen aus der Luft fischen. Manche Fotos zeigen an den Fällen ein solches Gedrängel von Bären wie es einst die Zeitungsbilder von Kunden beim Winterschlussverkauf zeigten. Da sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn uns dasselbe Pech ereilen sollte wie mit den Walen, die sich bei Regen nicht zeigen wollten. Auch heute ist das Wetter unstet. Der Himmel wechselt ständig die Farbe. Und doch steigt die erste Gruppe ins Wasserflugzeug und hebt gegen 8.30 Uhr ab.

Kodiak verfügt über zwei kleine Museen und zwei kleine russische Holzkirchen sowie ein Meeresbiologisches Forschungsinstitut, so dass wir Zurückgebliebenen uns durchaus beschäftigen können. Die charmante Sue, 43 Jahre schon in Kodiak zu Hause, führt mit viel Liebe und Enthusiasmus durch ihre kleine Stadt. Beeindruckend der kleine Zauberwald an den alten Stellungen aus dem zweiten Weltkrieg, der Blick auf die umliegenden Inseln ist schön, ein Weißkopfseeadler überwacht die felsige Bucht. Aber, sorry Sue, alle warten gespannt vor allem auf die Rückkehr des Flugzeugs und schauen immer wieder gen Himmel, auch deshalb, weil der zunehmend ergraut. Dann hören wir das Motorengeräusch.

Meister Petz

Mit gewaltigen Anglerstiefeln ausgestattet, warten wir auf die Rückkehr der ersten Gäste. Und die brauchen nicht einmal den Mund aufzumachen, man sieht ihnen an, dass sie Großes erlebt haben müssen. Also schnell in die kleinen Flieger und abgehoben, zuerst geht es über bewaldete Höhen, dann über silbergraues Meer, in dem wir Orkas sichten, und schließlich hinein in den Regen. Ausstieg mitten im Wasser, und schon auf dem Weg zum Ufer sehen wir eine Bärenmutter mit zwei Jungen. Im perfekten Timing lässt der Regen nach. Wir nehmen unsere Beobachterposition ein.

Stolzer Fang

Ein großer Meister Petz kommt uns ganz schön nahe, schreitet majestätisch kaum 15 Meter entfernt an uns vorüber, blickt kurz zu uns rüber, trottet weiter. Und dann das Wunder dieser Reise! Die Bärenmutter bringt ihren beiden Knirpsen das Jagen auf Lachse bei, plantscht und fängt, die beiden tollen herum und teilen sich die Beute. Näher und näher kommen die drei, bis sie schließlich direkt an uns vorbeiziehen und wir, die wir im Sande knien, können kaum fassen, dass das alles direkt vor unseren Augen abspielt. 20 Kilometer von hier hat Disney in diesem Sommer seinen neuen Bärenfilm gedreht, wir begreifen, warum. In unglaublicher Landschaft dürfen wir der Natur näher sein als in jedem Dokumentarfilm. Momente, die uns tief bewegen.

Erfolgreich   Fang den Fisch

Ist es da nicht fast schon zu viel, dass wir auf dem Rückweg vom Flugzeug aus auch noch einen Buckelwal schwimmen sehen, der sich dann auf den Rücken legt, um mit beiden Flossen gen Himmel zu winken? Einen solchen Tag erleben zu dürfen, das ist großes Glück.

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