Weltreise mit MS EUROPA – der vierte Abschnitt: West-Australien

Weltreise mit MS EUROPA. In 149 Tagen von Nizza nach Dubai. Im PASSAGEN BLOG begleiten wir die große Reise der „schönsten Yacht der Welt“ – mit Interviews und interessanten Fakten zum bevorstehenden Reiseabschnitt. Kapitän Mark Behrend beschreibt, warum er sich auf den 4. Teil besonders freut. West-Australien, denn Westküsten haben einen ganz eigenen Reiz…

Datum: 15.02.2018
Tags: #mseuropa #kapitänmarkbehrend
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Weltreise 2017/2018 – der dritte Abschnitt in Zahlen

  • 1,80 Meter groß wird das Rote Riesenkänguru, es wiegt bis zu 90 Kilogramm

  • ca. 40 verschiedene Känguru-Arten leben in Australien

  • 45,3 Grad Celsius wurden am heißesten Tag downunder gemessen – am 14. Januar 1939

  • 80 Prozent Australiens sind geprägt von wüstenartigem Klima

  • 3.800 Kilometer beträgt die größte Ausdehnung des Kontinents von Süd nach Nord

  • 36.000 Kilometer misst die Küstenlänge


Die Destination West-Australien zählt sicherlich zu den weniger angelaufenen Küsten Australiens, aber auch der Welt. Der Grund ist einfach: auf der Ostseite liegt das Naturwunder des Great Barrier Reef. Und somit bleibt die Schönheit dieser Küste immer ein wenig im Schatten des Widersachers in der Korallensee. Umso schöner, dass in der Routenplanung von Zeit zu Zeit mit solchen „Minderheitsentscheidungen“ dennoch so viele Menschen erreicht und interessiert werden, dass die nun anstehende Reise ausgebucht ist. Viele selbst unser vielgereisten Gäste waren einfach noch nicht dort.

Mich selber reizen dabei ohnehin auf dieser Erde oftmals die Westküsten der Kontinente mehr, als die auf der gegenüberliegenden Seite. Das hat einen Grund: Durch die Zirkulation und Rotation der Erde, laufen oftmals auf der Südhalbkugel die warmen Ströme auf der Ostseite entlang der Küsten nach Süden. Westlich der drei großen Südkaps – Kap Hoorn, Kap der Guten Hoffnung und Kap Leeuwin in Australien – dreht sich die Richtung dann um. Alle diese Kaps lenken einen Teil des kalten, aber sehr nährstoffreichen antarktischen Zirkumpolarstroms nach Norden. Wir kennen den Humboldtstrom vor der Küste Chiles und Perus, den Benguelastrom vor Namibia und den Westaustralstrom vor Westaustralien.

Das sorgt auf der einen Seite für einen enormen Fischreichtum, auf der anderen Seite für ein eher trockenes, in nördlicheren Regionen heißes und oftmals eben auch arides Klima. All diese Ströme prägen damit auch ihre Küsten und geben ihnen ihre typischen Facetten, auf die ich mich auch persönlich sehr freue.


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Der Abstecher zu Beginn der Reise nach Tasmanien unterstreicht die landschaftliche Ausrichtung dieser Reise. So darf natürlich Kangoroo Island, südlich von Adelaide nicht fehlen. Es folgt die zweitägige Seestrecke durch die Biskaya Australiens – durch die Große Australische Bucht. Schön, dass auch Albany angelaufen wird. Ich hatte seinerzeit einen so genannten Tree-Top-Walk in 40 Metern Höhe durch den Urwald Südwestaustraliens unternommen, an den ich mich noch nach Jahren erinnere.

Auf der Westseite werden wir mit Busselton und Exmouth Neuland in Westaustralien betreten. Ein Zwischenstopp in Geraldton bedeutet mir sehr viel, da ich vor Jahren dort Max Cramer habe kennenlernen dürfen. Eine bekannte Persönlichkeit in Westaustralien, seitdem er Anfang der 60er Jahre eines der berühmtesten Schiffswracks der Erde vor der Küste der Abrolhos entdeckte – die „Batavia“. Eine bekannte Replica liegt im niederländischen Hafen Leylystad. Unsere Gäste werden die Gelegenheit haben, dieses vorgelagerte Archipel mit Landung auf der Wallaby-Gruppe zu besuchen. Ein Leckerbissen für Kenner und Interessierte.

Die Chance entlang dieser Kaltwasserküste auf Wale zu treffen, ist ungleich höher, als auf der Ostseite. Wir werden gemeinsam Ausschau halten.

Bevor wir die Reise in Bali beenden, kommt es noch zu einer nautischen Herausforderung, aber auch zu einer ganz besonderen Naturbesichtigung. In Broome lassen sich bei Niedrigwasser am Strand Dinosaurierspuren entdecken. Die EUROPA wird nicht nur bei Niedrigwasser da sein, sondern aufgrund des Mondstandes sogar bei Spring-Niedrigwasser. 9,5 Meter Tidenhub muss das Schiff während seines Aufenthaltes an der Pier bewältigen. Da gilt es, ein besonderes Augenmerk auf das ständige Nachführen und Anpassen der Schiffsleinen und das rechtzeitige Versetzen der Gangway zu legen.

Eine interessante, spannende, vor allem aber recht seltene Reise erwartet uns ganz gewiss ab Melbourne.


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Fotos: Archiv

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Weltreise – mit MS EUROPA

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