Paula bloggt: Mit MS BREMEN von Mauritius bis Madagaskar. Teil III: Piratengräber, Geister und das Paradies

Erneut war Bloggerin „Paula“ mit einem unserer Schiffe unterwegs. An Bord der BREMEN reiste sie von den Safari-Hotspots im Süden Afrikas zur „Perle im Indischen Ozean“ – Mauritius. In unserem Blog berichtet sie über diese Reise. Anbei ihre dritte WhatsApp von Bord des Schiffes, das mittlerweile Kurs auf die Antarktis genommen hat.

Datum: 29.12.2019
Tags: #msbremen

+++Das Paradies und die Geister – von Mauritius nach Madagaskar+++

Nachdem der Reiseschriftsteller Mark Twain vor gut 200 Jahren Mauritius besucht hatte, begegnete er einem Einheimischen, der offenbar sehr verliebt war in die eigene Insel. Der sagte: Erst hat Gott Mauritius geschaffen – und dann das Paradies nach dessen Vorbild. Noch heute findet man diesen Satz immer wieder, wenn man sich über die „Perle des Indischen Ozeans“ informieren will. Und was soll ich sagen? Mauritius ist wirklich wunderschön. 

Im Museum für Geschichte und Natur fasziniert mich die Tierwelt. Mich betrübt das Schicksal, das den Dodo ereilt hat. Der flugunfähige, fast ein Meter große Vogel lebte nur auf dieser Insel. Weniger als 100 Jahre nach seiner „Entdeckung“ im Jahre 1690 war er ausgestorben. Das Museum zeigt eine originalgetreue Replika des einzigen echten, ausgestopften Vogels aus Paris. Ich lehne noch lange an der Reling als unsere BREMEN ablegt. Die schroffen Berggipfel, von Wolken umhüllt, das Grün der Palmen, das türkisfarbene Meer mit seinen Riffen… 

Next stop: Madagaskar. Diese Insel steht schon lange auf meiner Bucket List. Und hier erleben wir eine weitere, endemische Spezies. Die Lemuren sind eine besondere Affenart. Diese possierlichen Tiere gibt es von ganz klein, mit einem Gewicht um 30 Gramm, bis zum Indri, der bis zu zehn Kilogramm wiegen kann. Das wichtigste Merkmal der meisten Arten ist ihr langer Schwanz. Und – wie ich finde – ihr niedlicher Blick aus großen Kulleraugen. Ihr Name ist abgeleitet vom lateinischen Lemures, so nannte man im alten Rom die Geister der Verstorbenen. 

+++Das größte Atoll des Indischen Ozeans – die Outer Islands der Seychellen+++

Mehr als 1.000 Kilometer entfernt von Mahé, der größten Insel der Seychellen, liegt das Aldabra-Atoll. Die vier Inseln stehen unter strengem Naturschutz und werden seit 1982 von der UNESCO als Weltnaturerbe gelistet. Das 34 Kilometer lange und 15 Kilometer breite Atoll gilt das größte des Indischen Ozeans. Es bildete ursprünglich den Kraterrand eines Vulkans und wurde im Laufe der Zeit komplett vom Meer bedeckt. Der höchste Punkt Aldabras ragt nur acht Meter aus dem Wasser, ein perfekter Lebensraum für Korallen und Meeresbewohner. Ich erlebe eine wahrhaft paradiesische Inselwelt mit einer unbeschreiblichen Vielfalt von Lebewesen. Bei unserem Inselrundgang sehen wir Vögel und Flugfüchse, wie die hier heimischen Seychellen-Flughunde genannt werden. Einige Riesenschildkröten kommen uns ganz nah. Es soll hier mehr geben als auf den Galapagos-Inseln.


Weihnachten unter Palmen

Datum: 18.12.2021 bis 05.01.2022 | 18 Tage
Schiff : MS EUROPA
Reisenummer: EUR2200
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Facettenreiches Afrika

Datum: 02.12.2021 bis 18.12.2021 | 17 Tage
Schiff : MS EUROPA
Reisenummer: EUR2123
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+++Piraten und eine faszinierende Unterwasserwelt – die andere Seite von Madagaskar+++

Erneut läuft die BREMEN Madagaskar an. Wir machen eine Bootsfahrt von der Großstadt Toamasina zum Dorf Ambodisana. Es geht vorbei an Häusern und Bambus-Fabriken, bis wir von singenden Tänzerinnen empfangen werden. Der Besuch vermittelt uns einen Einblick in das Leben der Menschen. Wir spazieren bis zum Palmen gesäumten Strand und genießen ein leckeres Mittagessen. Dann geht es zur kleinen Hafenstadt Ambodifotatra. Wir wandern zu einem Piratenfriedhof. Viele der schon reichlich verwitterten Grabsteine tragen deutlich sichtbar das Symbol des Totenschädels mit den gekreuzten Knochen. Die Insel war einst Rückzugsort für Freibeuter und geflüchtete Verbrecher. Für unseren letzten Stopp auf Madagaskar erreicht die BREMEN das Nosy-Hara-Archipel. Die Unterwasserwelt macht schlicht sprachlos mit ihren Farben – und einer Artenvielfalt, wie ich sie bisher nur in Dokumentarfilmen gesehen habe.  

+++Tanz unter exotischen Pflanzen – Tahiti-Feeling auf Mayotte+++

Unser Ausflug am Vormittag beginnt in der kleinen Ortschaft Mamoudzou und führt in westlicher Richtung einmal quer über die Insel zum so genannten „Musical Beach“. Er heißt so, weil hier vielerorts Musik gespielt und getanzt wird. Am Strand steht auch ein prächtiger Baobab. Cirka 800 Jahre alt soll der Baum bereits sein. Am „Tahiti Beach“ genießen wir einen herrlichen Blick über die Bucht von Bouéni und auf den 594 Meter hohen Kegel des Mt. Choungui. Im Botanischen Garten werden wir von einer Folkloregruppe begrüßt, sie stecken uns an mit komorischer Lebensfreude. Ein Tänzchen zwischen exotischen Pflanzen. Ylang-Ylang-Bäume, Vanille und Papaya, Bananenstauden und Mangobäume. Zur Erfrischung reicht man uns frisch gepresste Fruchtsäfte und Obstspieße. Ich trinke zum ersten Mal den säuerlich-süßen Baobabsaft, wie Zitrone mit einem Hauch Vanille. Ein weiterer Tag wie im Paradies.

+++Mein Highlight – Besuch bei den Lemuren+++

Nachdem wir die Lemuren bisher nur durch die Baumwipfel haben toben sehen, bietet sich auf Nosy Komba die Möglichkeit, den Tieren näher zu kommen. Mit kleinen Booten setzen wir zur so genannten „Lemureninsel“ über. Wir spazieren durch ein Dorf, in dem uns von den freundlichen Bewohnern Handarbeiten und andere Souvenirs angeboten werden. Wir sehen Schildkröten, Chamäleons, Geckos und Schlangen. Mit Bananen lockt man schließlich einige der kleinen Affen an. Sie stürmen – so schnell kann man gar nicht reagieren – auf unsere Schultern und Köpfe. Ein großer Spaß, der nicht allzu lange dauert. Dann entschwinden die Tiere wieder in ihre Welt. Danke für diesen besonderen Moment!


Seit einiger Zeit gibt es die Kategorie „Paula bloggt“. Dahinter verbirgt sich: Constanze Hoffmann. Seit 2005 reist sie als Gast mit den Schiffen von Hapag-Lloyd Cruises, mehr als 150.000 Seemeilen hat sie bisher auf ihrem Konto – das sind nahezu 300.000 Kilometer. An Bord hat man ihr den Namen „Paula“ gegeben. Der ist ihr inzwischen so lieb, dass sie ihn als zweiten Vornamen verwendet. Über ihre Reisen berichtet sie im eigenen Blog und im Hapag-Lloyd Cruises Blog. Wir freuen uns auf ihre nächste WhatsApp von Bord…

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