Solo-Ausstellung
Rupprecht Matthies
Rupprecht Matthies, Preisträger des renommierten Ars-Viva-Preises des Kulturkreises der deutschen Industrie im BDI (1989), lebt und arbeitet in Hamburg. Seit den 1990er Jahren entwickelt er ein Werk, das Sprache als poetisches, soziales und politisches Material versteht. Worte, Sätze und sprachliche Fragmente werden in seinen Arbeiten zu räumlichen, visuellen und emotionalen Erfahrungen. Seine Werke bewegen sich zwischen Installation, Skulptur, Zeichnung, Scherenschnitt, Mobile und Kunst im öffentlichen Raum.
International bekannt wurde Matthies insbesondere durch seine Schriftinstallationen und ortsspezifischen Arbeiten, in denen Sprache Fragen nach Erinnerung, Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Miteinander verhandelt. Seine Projekte wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen, Museen sowie im öffentlichen Raum realisiert, unter anderem in den USA, Süd-Korea, Indien, Österreich und in verschiedenen europäischen Institutionen und Sammlungen.
Darüber hinaus entstanden für Munich Re und Siemens großformatige Installationen, die in engem Austausch mit Mitarbeitenden und Führungsebenen entwickelt wurden. Dabei verbindet Matthies künstlerische Sprache mit kollektiven Erfahrungen, Kommunikationsprozessen und Fragen der Unternehmenskultur.
Neben seinen sprachbasierten Arbeiten beschäftigt sich Matthies intensiv mit kunsthistorischen Bildtraditionen. Besonders in seinen filigranen Scherenschnitten interpretiert er Motive Alter Meister sowie Werke von Philipp Otto Runge neu und überführt sie in eine zeitgenössische, poetische Bildsprache. Dabei verbindet er historische Referenzen mit Fragen nach Spiritualität und Gegenwart.
Sein Werk zeichnet sich durch eine besondere Verbindung von konzeptueller Präzision, gesellschaftlicher Sensibilität und poetischer Offenheit aus.