Farbrausch am Nachthimmel: Die Polarlicht-Saison unserer HANSEATIC nature beginnt

Wenn die Sonne über dem Nordmeer kaum noch aufgeht, beginnt das schönste Naturschauspiel des Winters. Immer wieder tanzen grüne und rote Schleier über den Himmel. Seit Jahrtausenden deuten Menschen darin Zeichen der Götter. In diesem Winter bricht unsere HANSEATIC nature zu mehreren Polarlicht-Abenteuern auf – hinein in die Nacht, hinauf in den hohen Norden.

Datum: 12.08.2026
Tags: #hanseaticnature #polarlichter

Stille auf dem Achterdeck. Nur das leise Rauschen der Bugwelle, das ferne Glitzern einzelner Lichter an der norwegischen Küste. Dann ein erster grüner Schimmer, kaum mehr als ein Hauch am Horizont. Er wächst, er zieht sich zu einem Band, er beginnt zu flirren. Innerhalb weniger Minuten steht der halbe Himmel in Licht, lautlos und gewaltig zugleich. An Deck stocken die Gespräche. Nur noch Blicke nach oben, ein leises „Wow“, dann Schweigen.

Geister, Götter, Walküren: eine sehr alte Faszination

Solche Momente lassen selbst erfahrene Seeleute staunen. „Das erste Polarlicht-Abenteuer der HANSEATIC nature in dieser Saison war eine Bilderbuch-Reise, die keine Wünsche offen ließ“, erinnert sich Kapitän Ulf Sodemann an den Auftakt einer früheren Saison. Für ihn und seine Crew gehört der Blick nach Norden zu den schönsten Aufgaben des Winters. Die Decksbeleuchtung geht aus, sobald sich am Himmel etwas regt. Von da an gehört die Nacht den Gästen und dem Schauspiel über ihnen.

Polarlichter beschäftigen die Menschen im Norden seit Jahrtausenden. Für die Samen waren vor allem die roten Lichter ein Unheilszeichen, sie erkannten darin die Geister der Toten und warteten schweigend in ihren Hütten, bis der Himmel wieder klar wurde. Die Wikinger wiederum sahen im Schein das Licht des Mondes, gespiegelt in den Rüstungen der Walküren. Jede Kultur im hohen Norden hat ihre eigene Erzählung zu diesem Himmelsphänomen entwickelt, lange bevor die Wissenschaft eine Erklärung dafür fand.


Expedition Spitzbergen und Norwegen (Polarlicht-Abenteuer) - Nordmeer-Poesie zur Polarlichtsaison

Datum: 31.08.2026 bis 17.09.2026 | 17 Tage
Schiff : HANSEATIC nature
Reisenummer: NAT2619
JETZT REISE ANSEHEN

Städtehopping entlang der Ostsee

Datum: 25.08.2026 bis 06.09.2026 | 12 Tage
Schiff : MS EUROPA
Reisenummer: EUR2619
JETZT REISE ANSEHEN

Sonnenwind, Elektronen, Magnetfeld: was wirklich passiert

Heute lässt sich das Phänomen sehr genau erklären. Starke Sonnenwinde schleudern elektrisch geladene Teilchen ins All. Treffen diese auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre, regen sie Sauerstoff- und Stickstoffatome an, es entstehen Fluoreszenzlichter in Grün, Rot und Violett. Weil die Erde von starken Magnetfeldern umgeben ist, konzentriert sich das Schauspiel auf die Polarregionen. Der Astronom Dr. Peter Habison rechnet mit intensiven Erscheinungen: Das Sonnenfleckenmaximum des aktuellen Zyklus fällt in diesen Zeitraum, die Sonne sendet verstärkt Teilchenstrahlung aus. Beste Chancen also für alle, die in diesem Winter mit uns unterwegs sind.

Von den offenen Decks der HANSEATIC nature, von den Gläsernen Balkonen und vom nature Walk am Bug öffnet sich der Blick auf einen Himmel, wie ihn kaum jemand aus der Stadt kennt. Kein Streulicht, keine Ablenkung, nur Sterne, Kälte und irgendwann dieses erste zarte Grün. Wer es einmal gesehen hat, das bestätigen Gäste jede Saison aufs Neue, vergisst diesen Anblick nicht wieder.

In diesem Winter startet die HANSEATIC nature zu mehreren Polarlicht-Abenteuern ab Hamburg, Kiel und Tromsø, hinauf bis zum Nordkap und in den nördlichen Bottnischen Meerbusen. Eine dieser Reisen, die Expedition Spitzbergen und Norwegen unter dem Titel „Nordmeer-Poesie zur Polarlichtsaison“, startet am 31. August 2026 in Longyearbyen und endet 17 Tage später in Hamburg. Fachvorträge an Bord vertiefen das Wissen über die Aurora Borealis, während das Landausflugs-Team zu eigenen Polarlicht-Camps einlädt. Wir freuen uns auf eine Saison voller Farben und laden alle ein, die dieses Schauspiel einmal mit eigenen Augen erleben möchten.

Fotos: Susanne Baade, Archiv, Text: Dirk Lehmann

Vorheriger Beitrag

HANSEATIC nature auf Mission: Warum wir mit Müllbeuteln nach Spitzbergen reisen

Nächster Beitrag

Das Phantom der Meere. Hapag-Lloyd Cruises unterstützt eine Initiative zum Schutz der Brydewale