FAQ für eine unvergessliche Nacht: Die Polarlicht-Saison der HANSEATIC nature

Wann steht man am besten an Deck? Wo lohnt sich der Blick nach oben? Wie viel Geduld braucht es wirklich? Wir haben die wichtigsten Fragen rund um die Aurora Borealis gesammelt und die Experten unserer Expeditionsschiffe um Antworten gebeten. Ein Wegweiser für alle, die in diesem Winter mit der HANSEATIC nature ins Polarlicht-Abenteuer starten.

Datum: 17.09.2026
Tags: #hanseaticnature #polarlichter

11 Uhr nachts, minus zwölf Grad. Am Deck stehen schon viele Kameras bereit. Denn im Pre-Cap – dem Ausblick auf die kommenden Highlights einer Expedition – wurden die Gäste informiert, dass die Polarlichter heute von hoher Intensität sein könnten. Als sich dann die ersten Schleier zeigen, erfolgt eine Durchsage von der 24 Stunden besetzten Brücke. Und schnell füllen sich die Decks. Dick in Parkas gepackt, die Gesichter gen Nachthimmel gerichtet, ist die Erwartung der Gäste geradezu spürbar. Es kann eine unvergessliche Nacht werden.

Wo sieht man Polarlichter am besten?

Die beste Chance liegt im sogenannten Polarlichtoval, etwa zwischen 65 und 70 Grad nördlicher Breite. Norwegen bietet dafür einen Logenplatz, ebenso die Küsten Nordschwedens und Lapplands. Von Bord eines Expeditionsschiffs aus ergibt sich dabei ein besonderer Vorteil: Auf See gibt es noch weniger „Lichtverschmutzung“ als an Land.

Wann ist die beste Zeit für Aurora Boreals?

Polarlichter sind ein Effekt der Sonnenaktivität, streng genommen gibt es keine Jahreszeit. Sichtbar sind Polarlichter nur bei Dunkelheit, deshalb eignen sich die Wintermonate am besten. Innerhalb der Nacht liegen die Chancen um Mitternacht und in der zweiten Nachthälfte am höchsten. An Bord ist es nicht nötig, wach zu bleiben. Die Brücke ist immer besetzt. Unsere Gäste können einen Wake Up-Call vereinbaren.

Lassen sich Polarlichter vorhersagen?

Eine gewisse Wahrscheinlichkeit lässt sich berechnen. Der vom deutschen Wissenschaftler Julius Bartels entwickelte Kp-Index – K steht für Kennziffer – misst die geomagnetische Aktivität auf einer Skala von 0 bis 9, von geringer Aktivität bis zum geomagnetischen Sturm. Schon bei einem Kp-Index von 3 kann ein wolkenfreier Himmel zur Bühne für das einzigartige Schauspiel werden.



 

Immer wieder faszinierend

Selbst ein Wissenschaftler, der sich beruflich mit dem Himmel beschäftigt, verliert die Begeisterung über Schauspiel am Himmel nicht. An seine erste Begegnung mit Polarlichtern über Tromsø erinnert sich Dr. Peter Habison, einer der Experten für unsere Expeditionen in den Norden genau: ein grüner Schimmer über der Eismeerkathedrale, der sich langsam zu Vorhängen und Bändern entwickelte, bevor er nach einer Viertelstunde wieder verschwand. „Jede Beobachtung erfreut mich wie beim ersten Mal.“

An Bord der HANSEATIC nature übernehmen erfahrene Expeditionsteams diese Geduldsarbeit mit: Sie behalten Himmel und Kp-Index im Blick und informieren die Gäste, sobald sich etwas regt. Dazu kommen offene Decks ohne störendes Licht, Gläserne Balkone und der nature Walk am Bug, allesamt ideale Beobachtungsplätze. Warme Parka werden zu Beginn von der Crew für die gesamte Reisezeit auch ausgegeben. Wer also in diesem Winter an Bord geht, braucht nichts mit zu bringen – außer Neugier und etwas Begeisterungsfähigkeit für eines der faszinierendsten Naturschauspiele zwischen Himmel und Erde.

Fotos: Archiv, Susanne Baade, Text: Dirk Lehmann

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