Farben, Formen, unfassbare Vielfalt. Die Polarlicht-Saison der HANSEATIC nature

Intensive Sonneneruptionen bestimmen nach wie vor das Weltraumwetter. Am Nachthimmel zeigen sie sich als Aurora Borealis. Wenn unsere HANSEATIC nature in diesem Winter aufbricht zu ihren Polarlicht-Abenteuern, werden die Gäste auf den offenen Decks staunen über die faszinierende Vielfalt an Formen und Farben.

Datum: 07.10.2026
Tags: #hanseaticnature

Erst ist da nur ein Hauch. Ein blasses Grün, kaum von einer Wolke zu unterscheiden. Dann beginnt es sich zu bewegen, langsam, geschmeidig, wie ein Schleier im Wind. Innerhalb weniger Minuten verändert sich alles: Aus dem Band wird ein Vorhang, aus dem Vorhang eine Krone aus Licht, die sich über den ganzen Himmel spannt. Wer das zum ersten Mal sieht, hält unwillkürlich die Luft an.

Grün, Rot, Violett: eine Frage der Höhe

Die Farbe eines Polarlichts hängt davon ab, welche Teilchen in welcher Höhe angeregt werden. Sauerstoffatome leuchten in rund 100 Kilometern Höhe grün, in dünnerer Atmosphäre, etwa 200 Kilometer über der Erde, eher rötlich. Violettes bis blaues Licht entsteht seltener, dann nämlich, wenn Stickstoff ionisiert wird. Alle drei Farben können in derselben Nacht auftauchen, manchmal sogar im selben Moment am selben Himmelsausschnitt.


Faszination am Nachthimmel

Auf dem Stern im Zentrum unseres Sonnensystems kommt es in diesem Winter erneut zu starken Sonneneruptionen. Dabei treffen elektrisch geladene Teilchen auf die Erdatmosphäre, es entstehen Fluoreszenzlichter in Grün, Rot und Violett: Aurora Borealos. Weil die Erde von starken Magnetfeldern umgeben ist, lässt sich das Schauspiel im Norden Skandinaviens besonders gut beobachten. Beste Chancen also für alle, die in diesem Winter an Bord unserer HANSEATIC nature sind – hier geht es zu unseren Polarlicht-Abenteuern.


Genauso vielfältig wie die Farben sind die Formen. Mal erscheint das Polarlicht als ruhiger, gleichmäßiger Schleier, der sich kaum bewegt. Mal bricht es in einzelne Strahlen auf, die wie Speichen von einem Punkt aus über den Himmel laufen. Und immer wieder verwandelt es sich in wellenartige Bänder, die pulsieren, sich aufrollen und wieder auflösen, fast so, als würde der Himmel selbst atmen. Fotografinnen und Fotografen an Bord sprechen von einem der unberechenbarsten Motive überhaupt.

Manchmal raubt es einem fast den Verstand

Der Naturfotograf Michael Poliza kennt diese Unberechenbarkeit gut. „Wenn die Lichter nicht nur grün sind, sondern violett und gelblich leuchten, raubt es einem fast den Verstand“, sagt er über besonders intensive Nächte. Wer ein Bild davon mit nach Hause nehmen möchte, braucht vor allem eines: ein Stativ. „Je nach Intensität muss man lange Belichtungszeiten einstellen“, rät Poliza.

Wenn die HANSEATIC nature aufbricht zu ihren Polarlicht-Abenteuern, erwartet die Gäste genau diese Vielfalt. Dazu gibt es naturkundliche Vorträge zum Phänomen Aurora Borealis, offene Decks als Logenplatz und die Gelegenheit, mit erfahrenen Fotografen die eigene Kamera für lange Belichtungszeiten einzurichten. Ob zartes Grün über den Fjorden Norwegens oder ein Farbrausch aus Rot und Violett über dem zugefrorenen Bottnischen Meerbusen: Wer diesen Winter mit uns aufbricht, nimmt Bilder mit nach Hause, die weit über jedes Foto hinausreichen.

Fotos: Archiv, Fabian Betzendahl, Susanne Baade, Text: Dirk Lehmann

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