Antarktis im Zeitraffer. Die Höhepunkte einer besonderen Reise mit BREMEN

Es gibt Momente, die können sehr nachhaltig glücklich machen: das Spiel der Adeliepinguine auf der Paulet-Insel, der Anblick der Berge auf der Antarktischen Halbinsel oder der Ausflug mit den Zodiacs zur Bremen-Insel. Kreuzfahrtdirektorin Nadine Armbrust berichtet.

Datum: 13.02.2019
Tags: #pinguine #msbremen #robbe #antarktis

von Kreuzfahrtdirektorin Nadine Armbrust (Text, Fotos) und Page Chichester (Fotos)

Die Jungen üben sich im Klippenspringen. Sie schwimmen mit höchstem Tempo auf eine Eisscholle zu und schnellen dann aus dem Wasser – im Versuch, nach oben zu gelangen. Das klappt nicht immer. Aber es ist ein großes Vergnügen, den Tieren zuzusehen. Adeliepinguine sind elegante Schwimmer. Im Wasser erreichen sie eine Geschwindigkeit von fünf Km/h und mehr. Und auf Paulet-Island können wir uns vom Anblick der Tiere kaum losreißen. Die Sonne scheint, das Eis glitzert. Ein wundervoller Tag in der Antarktis.

Aber wir wollen die Geschichte von Anfang an erzählen. Die dritte Antarktisreise der BREMEN in dieser Saison ist gestartet: Falklandinseln, Südgeorgien und die Antarktische Halbinsel stehen auf dem Programm. Zuerst erfreuen wir uns auf den Falklands an Felsenpinguinen und Schwarzbrauen-Albatrossen, wir statten der Hauptstadt Stanley einen Besuch ab, manche genehmigen sich im Pub nahe der Pier noch ein Pale Ale. Dann geht es vorbei an den Shag Rocks, einer Felsformation im Südatlantik, nach Südgeorgien. Es ist ein Naturparadies ohnegleichen. Wir besuchen eine Kolonie mit rund 60.000 Brutpaaren von Königspinguinen, unter ihnen noch unzählige „Kaffeewärmer“, wie die Jungtiere gerne genannt werden. Wir erleben Seeelefanten hautnah. Wir stehen vor dem Grab von Sir Ernest Shackleton und streifen durch die „Industrie-Anlagen“ der alten Walfang Station von Grytviken.

Ein Seeleopard sonnt sich auf einer Eisscholle…

 

All das gehört dazu, wenn man Südgeorgien mit all seinen Facetten und seiner Geschichte kennenlernen möchte. Nach drei erfolgreichen Tagen auf der Insel, bei der jeder Reiseteilnehmer mit Sicherheit eine ganz persönliche Tier-Begegnung hatte, machen wir uns auf den Weg zu den Süd-Orkney-Inseln. Bei unserer Ankunft vor der wohl ältesten Forschungsstation der Antarktis, sehen wir zunächst einen Seeleoparden, der sich auf einer Eisscholle unweit unserer Anlandestelle sonnt. Anschließend genießen wir die Gastfreundschaft in der argentinischen Station Orcadas.

Die nächste Etappe unserer Reise heißt Elephant Island. Hier haben Shackletons Männer monatelang ausgeharrt und auf Rettung gewartet. Heute wirkt derselbe Ort fast idyllisch – mit einem strahlenden Gletscher und einer kleinen Gruppe von Zügelpinguinen. Die Sonne scheint. Man darf allerdings nicht vergessen, dass die Männer, die den Untergang der „Endurance“ überlebten, hier mehrere Monate im antarktischen Winter ausharren mussten.


Expedition Antarktis - Fantastische Welt aus Eis

Datum: 20.01.2021 bis 07.02.2021 | 18 Tage
Schiff : MS BREMEN
Reisenummer: BRE2102
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Expedition Antarktis - Momente für die Ewigkeit

Datum: 07.02.2021 bis 26.02.2021 | 19 Tage
Schiff : MS BREMEN
Reisenummer: BRE2103
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Die BREMEN steuert Brown Bluff an. Nahe des Tafelvulkans auf der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel liegt die argentinische Forschungsstation Brown. Sie ist ein beliebter Anlaufpunkt. Später erfreuen wir uns auf den Paulet-Inseln am eingangs beschriebene Schauspiel der Pinguine. Wie sie immer wieder auf die Eisscholle springen. Es zumindest versuchen. Wir besuchen auch die Überreste einer der drei Nordenskjöld Hütten, die hier zu finden sind.

Das nächste Ziel: das Weddell-Meer! In den frühen Morgenstunden erreichen wir Vega Island und James Ross Island. Hier beginnt die Eisfahrt. Die BREMEN zeigt, wofür man die höchste Eisklasse für Passagierschiffe einsetzen kann. Wir genießen die tollen Blicke. Einen ganzen Tag verbringen wir im Eis, umrunden schließlich Vega Island und nehmen Kurs auf die Süd-Shetlandinseln, auf Half Moon Island und Deception Island. Und dann haben wir auch noch Glück: Nicht nur, dass wir uns bei schönstem Wetter an der fantastischen Landschaft des Errera Kanals, der Paradise Bay und des Neumayer Kanals erfreuen können, wir begegnen auch einer Gruppe Orcas, mit Jungtieren. Was ein Erlebnis!

2003 hat die BREMEN hier eine Insel entdeckt – die Bremen-Insel

 

Zum Abschluss besuchen wir die Melchior-Inseln und fahren in den Bremen-Kanal, der am 2. Februar 2003 bei einer Expedition mit unserem Schiff entdeckt wurde: Während einer Zodiac-Cruise durch die gletscherüberzogene Inselwelt kreuzte man vor Küsten und in die Fjorde hinein. Bei Omega-Island erlebte das Team im Schlauchboot eine Überraschung. Ein auf der Karte als Fjord eingezeichneter Wasserweg entpuppte sich als Kanal. In keiner vorhandenen Karte war dies so vermerkt. Somit hatten wir bei dieser Durchfahrt eine neue Insel entdeckt. Heute heißt sie Bremen-Insel. Zum krönenden Abschluss unseres Besuchs, empfängt uns das Hotel Department mit einem Champagner Boot.

Es bleibt Zeit für einen andächtigen Moment im Schlauchboot. Der Himmel ist hoch, aber grau. Der Wind weht kalt über das Wasser. Doch das Meer liegt ruhig vor uns. Ein kleiner Eisberg scheint auf Grund gelaufen zu sein. Eine Szene wie ein Gemälde. Wir schlagen die Kapuzen unserer Parka hoch und erheben die Gläser. „Auf Wiedersehen, Antarktis.“ Das nächste Ziel heißt Ushuaia.

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