Überraschungsreise mit MS EUROPA: knappes Ergebnis für Rot

Überraschungsreise mit MS EUROPA: Start und Ziel stehen fest. Los geht es in Istanbul, die Kreuzfahrt endet in Venedig. Über den Kurs entscheiden die Gäste im EUROPA-Parlament. Im PASSAGEN BLOG berichten wir über dieses besondere Reisekonzept. Inzwischen hat das EUROPA-Parlament zum zweiten Mal getagt – und stimmt ganz knapp für Rot

Datum: 30.04.2015
Tags: #mseuropa #Überraschungsreise

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von Nick Edermann und Christiane Volgmann (Fotos)


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Überraschungsreise MS EUROPA. Eins ist klar: Alle Wege führen über Santorin. Denn noch bevor das EUROPA-Parlament über die nächsten Routen abstimmen wird, hatte Kapitän Mark Behrend die Gäste gefragt, ob sie daran interessiert seien, die Kykladen-Insel mit ihrer spektakulären Caldera anzufahren? Einziger Nachteil: Santorin sei sehr beliebt, besonders der Hafen der Stadt Fira, am Kraterrand 300 Meter über dem Meer gelegen. Deshalb wird der kleine Archipel von zahlreichen Schiffen angelaufen. Und das schmälert manchmal das Erlebnis an Land.

Kapitän Behrend hatte aber aus den so genannten Kollisionslisten, die aufführen, an welchem Tag welche Schiffe für einen Hafen angemeldet sind, ablesen können, dass am 2. Mai die EUROPA das einzige Kreuzfahrtschiff in Santorin sein sollte. Und er fragte seine Gäste: „Sehe ich das richtig, dass Sie alle nach Santorin möchten?“ Die Antwort fiel einhellig aus: Ja.

Deshalb beginnen alle Routen, über die das EUROPA-Parlament abstimmen wird, in Santorin. Auch wenn die genaue Liegeposition der EUROPA noch nicht angegeben werden könne. „Am selben Tag findet ein Profi-Schwimmwettbewerb statt, und die Teilnehmer werden wohl direkt an unserem Schiff vorbeiziehen“, sagt Behrend. Und er kann sich einen Scherz nicht verkneifen: „Bitte versuchen Sie nicht selbst auf diesem Wege zum Schiff zurück zu kommen, dafür haben wir unsere Tenderboote.“

Jetzt tritt Lektor Knut Edler von Hofmann vor das Parlament und stellt die Routen vor. „Meine Damen und Herren, zur Auswahl stehen Griechenland, Italien, Albanien oder Montenegro.“ Und das sind die Optionen:

Rot: Pylos – Syrakus – Otranto
Grün: Kefalonia – Korfu – Kotor
Blau: Gytheio – Saranda – Kotor


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Mit zahlreichen Fotos und Informationen illustriert der Lektor nun die möglichen Ziele. Highlights sind etwa ein Besuch am Fuße des Ätna auf Sizilien, das kleine Dorf Sami auf Kefalonia, die faszinierende Einfahrt nach Kotor oder auch das unbekannte Saranda in Albanien, das mit unberührter Natur fasziniert und sich in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp entwickelt hat.

Hofmann war vor der Überraschungsreise extra nach Albanien und Montenegro geflogen, um den Gästen diese noch weniger bekannten Ziele bestmöglich präsentieren zu können. Jetzt zeigt er eine beeindruckende Aufnahme des Hafens von oben. „Für dieses Foto bin ich fünf Kilometer auf einen Berg geklettert, sehen Sie nur diesen unglaublichen Blick über Kotor.“

Nach der Vorstellung der möglichen Landausflüge in den einzelnen Destinationen übernimmt wieder Kapitän Mark Behrend. „Gehen Sie noch einmal in sich. Sie haben jetzt 30 Sekunden Zeit“, sagt der Mann mit den vier Streifen. Die Uhr läuft. Und schließlich: „Jetzt bin ich gespannt, für was wir uns unnütz Arbeit gemacht haben.“ Denn den Gästen werden drei komplett ausgearbeitete Routen präsentiert, jede kann sofort von der EUROPA abgefahren werden. Zwei werden also verworfen.


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Doch das Wahlergebnis ist nicht eindeutig. Und der Kapitän möchte sich kein Urteil über die Handzeichen der Gäste erlauben. Daher werden jetzt eilig Stimmzettel ausgeteilt, und jeder darf ein Kreuz setzen. Die Wahlzettel kommen in einen Behälter. „Ich hoffe, Sie schenken uns Ihr volles Vertrauen für die Auszählung der Stimmen. Ich melde mich gleich mit einer Durchsage des Ergebnisses“, sagt der Kapitän und löst das EUROPA-Parlament für den heutigen Tag auf.

Keine zehn Minuten später hören wir die Stimme von Mark Behrend auf dem ganzen Schiff. „Liebe Gäste, wir haben ein Ergebnis. Es ist tatsächlich denkbar knapp ausgefallen.“ Für Route C haben 27,7 Prozent der Gäste gestimmt. Auf Route B entfielen 34,1 Prozent der Stimmen. Und für A votierten 38,2 Prozent. Wenn die EUROPA am 2. Mai Santorin verlässt, nimmt sie also Kurs auf Pylos, Syrakus und Otranto. Das Schiff wird den Ätna passieren.


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Qual der Wahl: Die EUROPA im Hafen von Kotor, fotografiert bei einem früheren Besuch. Das EUROPA-Parlament hat sich allerdings knapp für Syrakus entschieden und den Blick auf den Ätna. Eindeutig war die Meinung zu Santorin – die Mehrheit der Gäste will die griechische Insel mit dem spektakulären Vulkan-Krater besuchen


Die Überraschungsreise läuft seit dem 26. April. Hier, im PASSAGEN BLOG, können Sie die Reise verfolgen. Auf der Website von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten finden Sie weitere Informationen zur Wunschreise mit der EUROPA. Auf der nächsten Kreuzfahrt, bei der die Gäste den Kurs bestimmen können, tagt dann das EUROPA 2-Parlament – während der Überraschungsreise mit der EUROPA 2 von Istanbul nach Piräus.

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