Klimaneutrales Drucken durch den Ausgleich von CO2-Emissionen

Beim klimaneutralen Drucken wird die Menge an CO2-Emissionen, die durch die Herstellung des Druckerzeugnisses entsteht, über Zertifikate von Klimaschutzprojekten ausgeglichen. Berücksichtigt werden die Emissionen, die durch den Bedruckstoff, die Druckmaterialien, die Druck- und Weiterverarbeitung sowie den Transport verursacht werden.

Klimaschutzprojekte sparen CO2-Emissionen ein. Diese CO2-Einsparung ist handelbar – in Form von Emissionsminderungszertifikaten. Der Mechanismus des Emissionshandels ermöglicht global die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Vermeidung von CO2 zu möglichst geringen Kosten. Dafür kommen verschiedene Arten von Klimaschutzprojekten zum Einsatz – beispielsweise Wasserkraftwerke, Biomasseanlagen, Windparks, Aufforstungs- und Waldschutzprojekte.

Klimaschutzprojekt - Wasseraufbereitung in Kenia

Verunreinigtes Trinkwasser stellt ein erhebliches Risiko für die Gesundheit ländlicher Gemeinden in Kenia dar. Laut Weltgesundheitsorganisation ist Diarrhö die dritthäufigste Todesursache für Kinder und Erwachsene in Kenia.

Das von uns unterstütze Projekt versorgt Haushalte in ländlichen Gebieten im Westen Kenias mit Wasserfilteranlagen und verbessert somit den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Wasserfilter benötigen keinerlei Elektrizität oder Betriebsstoffe. Das eingefüllte Wasser kann über einen Hahn abgezapft werden, nachdem es einen Filtrierungsprozess durchlaufen hat, der durch die Schwerkraft angetrieben wird.

Die Wasseraufbereitung erfolgt traditionell durch das Abkochen von Wasser, wofür Feuerholz verbrannt werden muss. Dank der Wasserfilter verringern sich Bedarf und Nutzung von Feuerholz und somit der CO2-Ausstoss. Seit Beginn des Projekts 2011 wurden Einsparungen von 4.476.205 Tonnen CO2 offiziell bestätigt.

Das Projekt verfolgt mehrere der Millennium Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, z.B. den Anteil der Bevölkerung ohne nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und grundlegender Hygiene zu halbieren. 3,6 Millionen Menschen in Westkenia verfügen zurzeit über Wasseraufbereitungseinheiten und benutzen sie regelmäßig. 3.169 Wasseraufbereitungseinheiten und 4.175 Filter wurden über den Überwachungszeitraum (November 2012 bis Januar 2014) ersetzt.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Verringerung der Erkrankungs- und Sterblichkeitsraten von Kindern und Erwachsenen, Erhöhung der Produktivität
  • Verringerung der Entwaldung durch Rückgang der Nachfrage nach Feuerholz
  • Beschäftigung für mehrere Tausend Kenianer während der Distribution und hunderte Jobs für die jährliche Überprüfung, Schulung und Instandhaltung
  • Verbesserung der Innenluftqualität
  • Minimierung der Fehlzeiten von Schülern

Klimaneutrale Produkte von Hapag-Lloyd Crusies erhalten folgende Kennzeichnung:
Weitere Informationen zum klimaneutralen Druck und zu ClimatePartner finden Sie hier.