Ihr Abenteuer zwischen Eis und Ehrfurcht

Der Atem stockt. Das Staunen wird neu erlernt. Mit einer einzigartigen Ergriffenheit erleben Sie auf den Expeditionen der BREMEN und der HANSEATIC die faszinierendsten Seiten des sechsten Kontinents. Majestätisch aufragende Gletscher, die sich zwischen steilen, schroffen Gebirgsketten zum Meer hin ausbreiten. Das grandiose Schauspiel der riesigen Tafeleisberge. Eine vielfältige Tierwelt, die jeden Naturfreund ins Schwärmen geraten lässt. Wo immer es möglich ist, bringen Sie die Zodiacs mitten in eine glitzernde Wunderwelt - auch mehrmals am Tag. Es ist viel mehr als eine Neuentdeckung der Antarktis: Es ist die Erfüllung eines Lebenstraumes.


Pioniergeist im Reich der Superlative

Die Entdeckung des sechsten Kontinents ist von bewegenden Lebensgeschichten und heroischen Wagnissen geprägt. Im Jahre 1772 ahnt James Cook noch nicht, als er Richtung Südpol segelt, dass er der erste Wegbereiter für Expeditionen in die Antarktis sein würde. Die Suche nach dem Südland, und damit die Vorstellung von einem warmen Kontinent, findet im Jahre 1820 ein eisiges Ende, als der russische Offizier Thaddeus von Bellingshausen erstmals Terra incognita erblickt. Etwa 100 Jahre später liefern sich der norwegische Polarforscher Roald Amundsen und der Brite Robert Falcon Scott einen Wettlauf. Nachdem der Norweger 1911 als Erster den Südpol erreicht hat, will Scotts Landsmann Ernest Shackleton durch eine Antarktis-Durchquerung die Ehre der Briten wiederherstellen. Sein Schiff "Endurance" friert im Eis ein. Nur dank seiner legendären Rettungsaktion werden die eingeschlossenen Expeditionsteilnehmer befreit. Die vielen Versuche der Entdeckung und Erforschung füllen mittlerweile Bibliotheken voller Geschichtsbücher und Fachliteratur. Und trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - wirkt dieser Kontinent der Superlative so anziehend auf Abenteuersuchende und Forscher. Etwa 89 % der gesamten Eismassen unserer Erde befinden sich dort. Mit durchschnittlich 2.250 m ist er der höchste Erdteil, dazu der trockenste und der kälteste. Doch wenn Sie sich diesen Extremen stellen, werden Sie mit einzigartigen Erlebnissen belohnt - und die BREMEN und HANSEATIC bringen Sie sicher dorthin.


Das ewige Eis - die ungebrochene Faszination

Das Eis wird zum bestimmenden Element Ihrer Expedition. Dank der höchsten Eisklasse für Passagierschiffe dringen Sie mit unseren Expeditionsschiffen selbst durch dichte Eisfelder. Mühelos schiebt das Schiff gebrochenes Packeis zur Seite und kann, wenn nötig, eine Festeisdecke von ca. 50 cm Dicke durchfahren. Die sonst grenzenlose Stille wird dabei vom Knirschen und Knacken des Eises erfüllt. Eine von der Natur komponierte Symphonie für Entdecker. Wie von Meisterhand geschaffen wirken auch die gigantischen Tafeleisberge, die zum Greifen nah kommen. Je weiter Sie nach Süden gelangen, desto skurriler werden die Eisformationen. Licht und Schatten spielen mit der grotesken Eisarchitektur: von Tiefblau über durchsichtiges Türkis bis hin zu unendlichen Nuancen von Weiß. Aber auch zerklüftete Buchten, verschlungene Kanäle und enge Wasserstraßen mit imposanten Felswänden zu beiden Seiten versprechen Ihnen spektakuläre Passagen. Langsam fährt das Schiff beispielsweise in die sichere Nähe eines kalbenden Gletschers. Eindrucksvoll bricht ein haushohes Stück der leuchtend blauen Eiskante ab und sorgt bei allen Betrachtern für eine Welle der Begeisterung. Das alles sind Eindrücke für die Ewigkeit.


Intensiverlebnisse im Zodiac

Wo es keine Häfen gibt, sind die robusten motorbetriebenen Schlauchboote die einzige Möglichkeit, an Land zu kommen. 12 der sogenannten Zodiacs stehen für die maximal 155 Gäste bereit und bringen Sie zu den schönsten Plätzen der Antarktis. Mit ihren 36 PS starken Motoren sind sie nicht nur Transportmittel, sondern auch schwimmende "Beobachtungsinseln". Die eigens dafür ausgebildeten Fahrer sind mit den wechselnden Eisverhältnissen vertraut und lassen Sie die Geheimnisse abgelegener Naturparadiese ausgiebig erforschen. Mal werden hoch aufragende Eisberge umrundet und einmalige Perspektiven auf zerklüftete Gletscherkanten mit tiefblauen Spalten gewährt. Oder der Motor wird ausgestellt, damit Sie unvermittelt auftauchende Robben und Wale aus direkter Nähe beobachten können.


Antarktische Geheimnisse, intensiv beleuchtet

Im Licht der Erkenntnis erscheint die Antarktis Ihnen noch eindrucksvoller. Dafür wird jede Expedition von bis zu fünf Experten verschiedener Fachrichtungen begleitet. Sie sind kompetente Lektoren und Gesprächspartner an Bord sowie kundige Führer an Land. Biologen und Geologen, Glaziologen und Historiker, die mit spannenden Vorträgen und interessantem Hintergrundwissen begeistern - ob über die Entstehungsgeschichte der Antarktis, das physikalische Wunder des Eises, das Brutverhalten der Pinguine oder die Atemtechnik der Wale. Der unerschöpfliche Wissensschatz der Experten wird Sie in die Tierwelt und die verschiedenen Regionen Ihrer Expedition noch intensiver eintauchen lassen.


Flexibilität als Kurs

In dieser spektakulären Grenzregion liegt bei allen Fahrplänen der BREMEN der Schwerpunkt auf Spontanität. Jeden Tag wird der Kurs nach den Bedingungen vor Ort neu ausgerichtet. Dafür verfügen die Kapitäne über einen reichen Erfahrungsschatz in der Antarktis. Zusammen mit ihrem Gespür für große Expeditionsmomente eröffnen sie Ihnen hierdurch unvergessliche Eindrücke. Wenn beispiels weise plötzlich Wale auftauchen und im schönsten Polarlicht ihre Kreise ziehen, folgt ihnen das Schiff eine Weile. Schließlich lassen sich Naturschauspiele nicht auf den nächsten Tag verschieben - und doch sind sie an Bord meist an der Tagesordnung.


Wunder im Eis: der Schöpfung besonders nah

Millionen von Seevögeln, Tausende Pinguine und Robben haben sich in der Antarktis, dank eines immensen Nahrungsangebotes an Krill, im Laufe der Evolution an Kälte und Eis perfekt angepasst. Auf Ihren Expeditionen mit der BREMEN und HANSEATIC kommen Sie dieser faszinierenden Tierwelt besonders nah.

Ein Himmelreich für Ornithologen

Die polare Vogelwelt lernen Sie auf jeder Expedition intensiv kennen - von den Falkland-Inseln über Südgeorgien bis hin zur Antarktischen Halbinsel. So gut wie alle Arten sind echte Seevögel und verbringen die meiste Zeit des Jahres auf dem Meer, das ihnen fast ausnahmslos als Nahrungsquelle dient. Immer wieder ergeben sich vom Deck aus beste Beobachtungsmöglichkeiten. Im kurzen antarktischen Sommer - der Reisezeit Ihrer Expeditionen - kommen die Vögel an Land, um an den wenigen eisfreien Stellen zu brüten. Zu diesen sonst kaum zu erreichenden Brutplätzen dringen Sie mit dem Zodiac vor. So nisten etwa die Sturmvögel auf Hügeln oder an Felsrändern. Manche von ihnen erinnern mit einer Flügelspanne von über 2 m an die Albatrosse. Wobei diese sich ohne Zweifel zu den Königen der Polarluft aufgeschwungen haben: Mit bis zu 3,5 m Spannweite gehören sie zu den größten flugfähigen Vögeln überhaupt. Für die Jagd auch unter Wasser haben die Kormorane eine perfekte Technik entwickelt: Sie rudern mit den Füßen und steuern mit dem Schwanz. Welche der fast 20 in der Antarktis brütenden Vogelarten nun über Ihnen kreisen oder eine Weile die BREMEN oder HANSEATIC eskortieren, werden Sie mithilfe Ihrer Experten an Bord schnell in Erfahrung bringen.


Pinguine - Charakterköpfe der Antarktis

Mit ihren zu Flossen umgebildeten Flügeln sind Pinguine ideal an das Wasserleben angepasst. Ihr "Unterwasserflug", die Stromlinienform ihres Körpers und ihre Wendigkeit beim Schwimmen und Tauchen ermöglichen es ihnen, die Hauptbeutetiere - Krill, Fische oder Tintenfische - zu erjagen. Aber auch ihren Hauptfeinden, Seeleopard und Schwertwal, können sie so geschickt entfliehen. Nur zur Fortpflanzung, Aufzucht des Nachwuchses und Mauser kommen sie an Land bzw. auf das Eis. Ein beeindruckendes Schauspiel empfängt Sie etwa, wenn Sie mit den Zodiacs an einer der Uferzonen Südgeorgiens anlanden: Mehrere Hunderttausend Königspinguine stehen dicht nebeneinander. Ein engmaschiger Teppich bunter Köpfe mit den typischen orangefarbenen Streifen. Viele haben unter ihrem Federwulst ihrer Bauchfalte ein Ei, das bis zum Schlüpfen des Kükens 54 Tage bebrütet wird. Vereinzelt bedrängen bereits geschlüpfte Küken die Eltern, um gefüttert zu werden. Bei den Adelie-Pinguinen hingegen, zu erkennen am weißen Ring um die Augen, lässt sich während der Aufzucht der sogenannte Futterwettlauf beobachten: Am Ende des 100 m langen Rennens wird ein Junges gefüttert, während das zweite oder ein Fremdes abgewehrt wird. Dazu machen die "Nachbarn" das Leben schwer: Unermüdlich stehlen andere Pinguine Kiesel der benachbarten Steinnester, um ihr eigenes Heim komfortabler zu gestalten. Auf etwa 7,5 Millionen Brutpaare werden die Zügelpinguine im Bereich der Antarktischen Halbinsel und auf den vorgelagerten Inseln geschätzt. Sie brüten nicht nur im Küstenbereich, sondern auch auf Felsen und Hügeln. Nicht weniger lebendig geht es bei den Brutplätzen der Eselspinguine zu, die sich Ihnen bereits akustisch aus der Ferne ankündigen. Ihre Rufe erinnern - wie es der Name schon vermuten lässt - an die von Eseln. Schon nach fünf Wochen schlüpfen die Jungen, die sich erst nach fast drei Monaten von den Eltern trennen und im Meer verschwinden.


Jäger der Meere: Robben

Diese artenreichen Meeressäuger werden für Sie zu einer regelrechten Expeditionsbegleitung. Immer wieder sieht man die Tiere sowohl im offenen Meer schwimmen als auch auf Eisschollen und an Stränden ruhen: Seebär, Weddellrobbe, Seeleopard, Krabbenfresser - um nur einige zu nennen. Eine gewichtige Rolle bei Ihren Beobachtungen werden vor allem die See-Elefanten spielen. Dicht an dicht liegen sie an den Stränden nebeneinander. An Land bewegen sie sich aufgrund ihrer Maße - bis zu 5 m Länge und 4 t Gewicht - recht schwerfällig. Doch im Meer sind die Kolosse wahre Rekordhalter: Bei der Nahrungssuche können sie bis zu 1.400 m tief tauchen und fast 2 Stunden unter Wasser bleiben.


Wale - Faszination im Großformat

Auf Ihrer Expedition werden Sie meist zuerst durch den Blas eines Wales auf diesen aufmerksam. Bereits an der Richtung der ausgeatmeten Wasserdampfwolke lassen sich einzelne Arten bestimmen: Beispielsweise bläst der Pottwal schräg nach vorn links, und der Blauwal fällt mit einem besonders hohen Blas auf. Oft zeichnet sich auch durch das Auftauchen einer Rücken- oder Schwanzflosse die Begegnung mit einem Wal ab. Eindrucksvoll tritt der Buckelwal in Erscheinung, wenn er aus dem Wasser springt. Mit bis zu 15 m Länge und 45 t Gewicht wird er wahrlich für eine Welle der Begeisterung bei allen Beobachtern sorgen. Diese "Wasserakrobaten" werden vom Gewicht eines Finnwales noch übertroffen: Älter als 100 Jahre, über 25 m lang, mehr als 70 t schwer können die Eremiten der Meere werden. Sie fressen pro Tag bis zu 2 t Krill. Neben Bartenwalen leben in südpolaren Regionen auch Zahnwale, wie der als Orca bekannte Schwertwal. Ob im Wasser, auf dem Eis oder in den Lüften - in diesem Ökosystem beobachten Sie den Kreislauf des Lebens mit respektvollem Abstand als ergreifendes Erlebnis. Kann es faszinierendere Möglichkeiten für unvergessliche Tierbeobachtungen geben als auf einer Antarktis-Expedition mit der BREMEN? Machen Sie sich ein eigenes Bild davon - an Bord, an Land oder im Zodiac auf jeder unserer Reisen.



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