MS EUROPA turnusmäßig im Dock

"Gonna be some sweet sounds, coming down on the nightshift..." klingt es aus der Jukebox - und auch wenn es erst früher Vormittag war, passte der Song perfekt: Denn auf der EUROPA hatten die Werftarbeiter eine letzte Nachtschicht eingelegt. Und nun liefen die Aufräumarbeiten. Allerorten wurde gesaugt und geputzt. Letzte Detailarbeiten standen an, kurz bevor die ersten Gäste kommen sollten. Und man konnte beobachten, wie mit Klebefolie ein Name auf einer Glastür angebracht wurde: GATSBY's, die neue Bar der EUROPA.

Alle zwei Jahre gehen die Schiffe von Hapag-Lloyd Cruises ins Dock. Aus Sicherheitsgründen ist der Service obligatorisch, Teile des Antriebs und der Rettungstechnik werden überholt. Und wenn die EUROPA ohnehin auf dem Trockenen liegt, bietet es sich an, weitere Arbeiten vornehmen zu lassen.

Seit der Ära Albert Ballin setzt das Unternehmen, das die Kreuzfahrt erfand, auf höchsten Reisekomfort für die Gäste. Mochten die anderen Reedereien weiterhin um die Ehre der schnellsten Atlantiküberfahrt wetteifern, Albert Ballin missfielen nicht nur die hohen Treibstoffkosten, sondern vor allem die Vibrationen der Geschwindigkeit, die den Komfort an Bord schmälerten. Das Wohl der Gäste stand an erster Stelle. Und so begeisterten die Hapag-Schiffe um die Jahrhundertwende nicht mit PS, sondern mit nie dagewesenem Luxus.

Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, der Anspruch bleibt. Und der lautet für Hapag-Lloyd Cruises, den Spitzenplatz zu halten in den Rankings der besten Schiffe auf den Weltmeeren. Auch deshalb wird die EUROPA bei jeder Werftzeit umfangreich modernisiert: fast alle Bäder wurden erneuert, das Teak-Holz auf vielen Decks ausgetauscht, das Hauptrestaurant Weltmeere komplett umgestaltet und aus der Clipper Lounge wurde das Gatsby’s im Stil der 20er Jahre.

Fast 900 Arbeiter und Handwerker waren an Bord. Seither laufen die Stabilisatoren mit einer Bio-Öl-Schmierung. Was hanseatisch zurückhaltend "Brush Up" genannt wurde, hätte man durchaus auch als umfangreiche Neugestaltung verkaufen können.

Zahlen zum Brush Up

  • 14 Tage Werftzeit in Dock 11
  • 879 Arbeiter in 24-Stunden-Schichten
  • 650 Quadratmeter Teak
  • 3.200 Liter Farbe
  • 4.200 Quadratmeter Teppich

Weitere Informationen zur Werftzeit der EUROPA erhalten Sie in unserem Blog.

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Zurück im Gatsby's. Es ist die luxuriöse Lounge, in der man sich auf einen Signature-Cocktail trifft, bevor man zum Dinner geht. Klassisch-moderne Möbel, coole Lichteffekte, eine warme Atmosphäre. Ein Ort, der viel vom Spirit der EUROPA in sich hat. Das Team an der Bar mixt einen "German Mule", eine Abwandlung des Moscow Mules mit Williams Birne als Basis. Und wir empfehlen unseren Gästen, die an der Jukebox stehen, die Commodores singen zu lassen: "Gonna be a long night, it's gonna be all right..."



Ein Raum, zu den nur Drei einen Schlüssel haben

In den heiligen Hallen unter Deck befindet sich das Allerheiligste: Nur drei Personen an Bord haben Zutritt: Kapitän, Hotel-Manager (Hotman) und Hotel Inventory Controller (HIC). Nur sie können jene dicken Türen öffnen, hinter denen die Kaviervorräte verstaut sind: rund 70 Kilogramm Kaviar im Wert von rund 140.000 Euro. Weltweit werden pro Jahr etwa 20 Tonnen Wildkaviar gehandelt und verspeist. Davon gehen mehr als eine halbe Tonne auf die EUROPA. Das Schiff ist - nach der Lufthansa - der zweitgrößte Abnehmer von Kaviar in Deutschland. Pro Reise werden etwa 15 Kilogramm verbraucht, allein am Galaabend rund sieben Kilo.


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