Über die Weltmeere hinaus

"Da oben, das ist ein Mangrovenreiher. Und da hinten ein Gelb-Brauen-Specht", begeistert zeigt der Mann mit Dreitagebart und Nickelbrille in die Höhe, Lektor Alexander Hofmann in seinem Element. Mit den Zodiacs, stabilen und sehr wendigen Schlauchbooten fahren die Gäste über den Rio Jutaí in den Igapó, einen der überschwemmten Wälder, die den Flusslauf säumen. Die Bäume stehen meterhoch unter Wasser, so dass die sonst in den Kronen wachsenden Pflanzen und die darin lebenden Tiere fast auf Augenhöhe zu beobachten sind.

Selbst in unserer scheinbar völlig erschlossenen Welt kann man noch Entdeckungen machen. Regionen, in denen es keine Leuchtfeuer, Lotsen, Häfen, Hotels oder Flughäfen gibt, sind die Expeditionsreviere der BREMEN und der HANSEATIC - wie der Amazonas. Die Lebensader Südamerikas birgt nach wie vor unzählige Geheimnisse. Hinter jeder Flussbiegung warten neue Abenteuer.

Dank des geringen Tiefgangs können die beiden wendigen Expeditionsschiffe BREMEN und HANSEATIC den mächtigsten Strom der Erde weit stromaufwärts fahren, von Brasilien bis nach Iquitos in Peru. Das sind hin und zurück immerhin 4.000 Kilometer. In den schmalen Flussarmen, in denen selbst den kleinen Expeditionsschiffen Grenzen gesetzt sind, kommen die Zodiacs zum Einsatz, und mit ihnen geht es weiter zu versteckten Paradiesen. Es geht tief hinein in eine faszinierende Welt dorthin, wo sich der traditionelle Lebensraum der Indios erstreckt und tropische Pflanzen in üppiger Fülle gedeihen.

Reisende, die die Wunder der Natur in einem kleinen Kreis Gleichgesinnter erleben möchten - auf der BREMEN mit maximal 155 Gästen, auf der HANSEATIC mit bis zu 175 Gästen - , dürfen intensive Momente erwarten.

Auf den Expeditionen in Südamerika kommen die Passagiere den exotischen Tieren und der Pflanzenwelt Amazoniens besonders nah. Plötzlich fliegen Aras oder Tukane auf, farbenfrohe Schmetterlinge umflattern die Zodiacs, und mit etwas Glück tauchen rosa Flussdelfine auf. Ein unvergessliches Erlebnis verspricht eine nächtliche Zodiacfahrt: Im Kegel der Suchscheinwerfer, untermalt vom Konzert der Frösche und Zikaden, wird Ausschau gehalten nach nachtaktiven Tieren - Nachtaffen oder Kaimane, deren Augen funkelnd das Licht reflektieren.

Aber zurück zum eingangs erwähnten Zodiac mit Lektor Alexander Hofmann an Bord. Langsam gleitet es über das glitzernde Wasser. Am Ufer steht zwischen Bäumen eines der typischen Stelzendörfer, Kinder kreischen und springen vergnügt in die Fluten. Eine junge Frau mit einem Boot voller Yams-Wurzeln ist auf dem Weg zum Markt. Der Moment einer intensiven Begegnung. Der grüne Fluss glitzert, die Sonne flirrt durch das Blätterdach. Die junge Frau sieht noch einmal zu den Weißnasen herüber. "Es ist manchmal nicht leicht zu sagen, wer der Exot ist", lacht Alexander Hofmann und schaut auf eine hübsche Gottesanbeterin, die sich geduldig auf die Hand nehmen und fotografieren lässt.


Expedition Amazonas mit der HANSEATIC

MS HANSEATIC

AUF DEM FLUSS DER TAUSEND WUNDER

Von Belem nach Iquitos
08.04. bis 29.04.2017, 21 Tage, Nr. HAN1706

Wo Indiostämme versteckt im Regenwald leben, Tukane, Brüllaffen und Zikaden zum Konzert der Tiere anstimmen und die Pflanzenwelt ein Feuerwerk der Farben zelebriert.

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MS HANSEATIC

QUELLEN DES LEBENS IM GRÜNEN PARADIES

Von Iquitos nach Belem
26.4. - 14.5.2017, 18 Tage, Nr. HAN1707

Auf verschlungenen Flussläufen dringen Sie weit zu einzigartigen Erlebnissen im Dickicht des Dschungels vor.

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Das schwimmende Klassenzimmer

Wissenserweiterung zählt bei den Expeditionen von Hapag-Lloyd Cruises. Mehr wissen, mehr sehen, mehr erleben: Um den Amazonas in all seiner Vielfalt überhaupt zu begreifen, begleitet ein Team namhafter Experten aus verschiedenen Fachgebieten wie Ethnologie, Biologie oder Botanik jede Expedition. Die Experten teilen ihr fundiertes Fachwissen gern - lebendig, anschaulich und nachhaltig zugleich. So werden sogar scheinbar bekannte Reiseziele zu spannendem Neuland.

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Gäste an Bord - und PAUL

Wenn unsere Schiffe den Amazonas hinauf fahren, bringen sie nicht nur staunende Menschen in diese Welt, sondern auch Hilfsgüter. Zum Beispiel: PAUL - die Portable Aqua Unit for Livesaving. Die tragbare Einheit zur Wasseraufbereitung verfügt über eine Filtermembran mit mikroskopisch kleinen Öffnungen. Die fängt Bakterien auf, die größer sind als 40 Nanometer. Zum Vergleich: Cholera-Bakterien haben eine Größe von rund 300 Nanometer. Das System filtert 99 Prozent aller Krankheitserreger aus dem Flusswasser. Die an der Universität Kassel entwickelte Technik bereitet täglich bis zu 1.200 Liter Wasser auf. Ein PAUL-System wurde mit der HANSEATIC zu einem Dorf im Amazonas gebracht. Mehr dazu von Kapitän Thilo Natke in unserem Blog.

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