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10/06/2018 Wine · Dine

Make your own Gin: ein EUROPA 2-workshop

Make your Own Gin an Bord der EUROPA 2, Hapag-Lloyd Cruises. In Kooperation mit Piekfeine Brände.
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Mit 45 verschiedenen Sorten verfügt die EUROPA 2 über das umfangreichste Gin-Angebot auf den Weltmeeren. Zudem ist sie das einzige Schiff mit einem eigenen Gin – der von der Altonaer Spirituosen-Manufaktur kreierte Cruzeiro do Sul reifte an Bord auf einer Kreuzfahrt nach Lissabon. Und nun die konsequente Ergänzung: Make your own Gin – ein EUROPA 2-workshop…

Angesichts der Botannicals geht es manchem workshop-Teilnehmer wie dem griechischen Philosophen Augustinus von Hippo. Der formulierte ein schönes Dilemma am Beispiel der Frage „Was ist Zeit“: „Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es. Will ich es aber einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht…“ Mit den Botannicals ist es wie mit der Zeit. Wenn man sie wohl abgemischt im Gin serviert bekommt, lässt sich leicht entscheiden, ob man eher einen floralen, herben oder milden Gin mag. Viel schwieriger aber ist es, aus den zur Verfügung stehenden Kräutern, Gewürzen und Beeren selbst die Mischung festzulegen. Wacholder, klar, ist obligatorisch. Aber Rosmarin? Orangenschale? Anis? Ingwer? Muskat?

 

Kein Botannical ist vorgegeben – nur Wacholder

 

Workshop-Leiterin Birgitta Rust verstärkt die Ratlosigkeit noch ein wenig. Kein Botannical sei wirklich vorgegeben, sagt sie. Und auch solche, die eigentlich keine zu sein scheinen, gelten mitunter als Botannicals. So gebe es etwa einen Gin, für den Kartoffeln verwendet würden. Um aber die Herausforderung für die Teilnehmer nicht zu groß werden zu lassen, hat Birgitta Rust mit ihrem Team eine Mischung vorbereitet. Jeder möge diese gegebenenfalls um eigene Vorlieben ergänzen. Dafür stünden diverse Zutaten zur Verfügung. Nun setzt ein großes Schnüffeln und Schmecken ein. Man tauscht sich aus, verwirft, schlägt vor. Doch irgendwann muss man sich entscheiden – und die Kräutermischungen kommen in den Alkohol…


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Die Szene ist besonders. In der Kochschule der EUROPA 2 stehen 20 kupferne Mini-Destillen und blubbern leise vor sich hin. Die Aufgabe für die Hobby-Brenner auf See besteht darin, den Prozess zu kontrollieren. Der Alkohol darf nicht zu heiß werden, dann verflüchtigt er zu sehr. Und doch muss der Prozess in Gang bleiben. So sieht man nun, wie das Feuer unter der Destille ständig reguliert wird, das Thermometer ständig im Blick, und wie die Teilnehmer Eiswürfel auf die Kupferspiralen legen. Die Abkühlung soll das Destillat daran hindern, völlig zu verdampfen. Der Stoff, aus dem des Botannical-Fans Freude besteht, ist ein Produkt der Kondensation. Langsam tropft es klar in die unter der Destille bereit gestellten Gläser.

 

Auf dieser Reise verfügt die EUROPA 2 über 65 Gin-Sorten

 

Birgitta Rust ist eine der wenigen Frauen in der Szene der Spitzen-Brenner. Mit ihrem 2011 gegründeten Unternehmen Piekfeine Brände versteht sie sich als „Botschafterin der norddeutschen Feintrinkkultur“. Zu Rusts erfolgreichen Bränden zählen Schlehe und Hagebutte, Sanddorn und Holunder. Mit Gin befasst sie sich seit mehreren Jahren. Und jetzt sieht sie zu, wie nach erfolgreicher Matzeration – so heißt der Prozess, in dem sich die Kräuter und Gewürze mit dem Alkohol vermählen – die Glasfläschchen füllen. Nach gut zweieinhalb Stunden hat jeder Teilnehmer des Workshops seinen eigenen Gin abgefüllt. Ein Unikat. Und für einen Moment ihrer Reise verfügt die EUROPA 2 über eine noch größere Gin-Auswahl.

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Text Dirk Lehmann, Fotos Susanne Baade


Die EUROPA 2 genießen

Exklusive Weine, hochkarätige Winzer, Köche mit großem Namen – immer kommt es zu genussreichen Kooperationen, die den Gästen der EUROPA 2 exklusive Begegnungen ermöglichen:

 

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